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Unterfranken: Ab heute mehr Home-Office gewünscht

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vor 4 Monaten in Lokales
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Foto: Funkhaus Würzburg

Noch mehr Homeoffice, weniger Arbeit vor Ort - das ist das Ziel der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes. Sie tritt an diesem Mittwoch in Kraft. Kontrollieren wird das jeweilige, lokale Gewerbeaufsichtsamt die neuen Regeln. Aus Würzburg wurde vorab angekündigt, dass die Kontrolleure nicht von Büro zu Büro gehen. Sie besuchen Firmen in besonderen Anlässen, beispielsweise nach Hinweisen. Werden Verstöße gegen die Arbeitsschutzverordnung festgestellt, kann das Gewerbeaufsichtsamt die Einhaltung im Einzelfall durchsetzen. Notfalls werden Verstöße auch mit einem Bußgeld von bis zu 30.000 Euro geahndet, heißt es.Um Corona-Ausbrüchen vorzubeugen, haben die größeren Betriebe in der Region schon reagiert: Viele Mitarbeiter arbeiten mobil. Die Sparkasse Mainfranken hat auf Nachfrage mitgeteilt, dass dort etwa die Hälfte der rund 1.600 Mitarbeiter digital arbeiten. So handhaben es auch die WVV in Würzburg und s.Oliver in Rottendorf - nur 50 Prozent der Mitarbeiter sind dort im Büro. Die großen, produzierenden Betriebe in der Region - wie Bosch Rexroth in Lohr oder Brose und Flyeralarm und König und Bauer in Würzburg ermöglichen mobiles Arbeiten, wo es geht. Das ist teils aber nur eingeschränkt möglich. Ist das der Fall, gibt es strenge Hygienekonzepte und räumliche Entzerrung der Mitarbeiter.Das gilt laut Bundesarbeitsministerium neu (zunächst bis zum 15. März 2021): Arbeitgeber sind verpflichtet, Homeoffice anzubieten. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sollten das Angebot annehmen, soweit sie können. Müssen Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person 10 m² zur Verfügung stehen. In Betrieben ab 10 Beschäftigten müssen diese in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Arbeitgeber müssen mindestens medizinische Gesichtsmasken zur Verfügung stellen.Die Verordnung gibt es unter: https://www.bmas.de/DE/Service/Gesetze/sars-cov-2-arbeitsschutzverordnung.html