Unterfranken: Hausärzteverband hält an telefonischer Krankschreibung fest

Bundeskanzler Merz hält die telefonische Krankschreibung für problematisch. Seiner Ansicht nach melden sich Beschäftigte dadurch häufiger krank, obwohl sie eigentlich arbeiten könnten. Deshalb will das Bundesgesundheitsministerium die Regelung jetzt überprüfen.
Der Unterfränkische Hausärzteverband warnt allerdings vor einer Abschaffung. Aktuell seien schlicht viele Menschen krank – ohne die telefonische Krankschreibung würden die Wartezimmer überlaufen. Zudem wäre es für die Praxen kaum zu leisten, jeden Patienten persönlich einzubestellen. Hausärzte kennen ihre Patienten in der Regel gut und können deren Krankengeschichte auch am Telefon einschätzen.
Kritischer sieht der Hausärzteverband sogenannte Online-Krankschreibungen über anonyme Plattformen. Dort kennen die Ärzte die Patienten nicht persönlich – das erhöhe das Risiko von Fehleinschätzungen und möglichem Missbrauch.





