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Unterfranken: ver.di bereitet Tarifrunden für den Handel vor

vor einem Monat in Lokales
Eine Handelskasse zeigt Kasse 1 geschlossen an
Foto: pixabay.com

Die Gewerkschaft ver.di bereitet sich auf die Tarifrunden im Handel vor – nächsten Monat sind damit auch Streiks in Mainfranken möglich.

Das könnte im Einzelhandel wie zum Beispiel in der Modebranche der Fall sein. Denn auch sie leide sehr unter der Corona-Pandemie. Die Kette H&M zum Beispiel hatte laut ver.di insgesamt ein Umsatzminus von etwa 14 Prozent im vergangenen Jahr. Es gab ein Dutzend Kündigungen in Würzburg.

Corona-Einfluss auf Einzel- und Großhandel:

Auch der Einzelhandel kämpft mit den Folgen der Corona-Krise – etwa ein Viertel der Mitarbeiter in Bayern ist unzufrieden mit den Arbeitsbedingungen, zum Beispiel der Personalstärke. Rund zwei Drittel wollen mehr Geld. Der Großhandel ist laut ver.di allerdings bisher weitgehend gut durch die Krise gekommen, denn drei von vier Unternehmen wollen weiterhin keine Hilfen in Anspruch nehmen.

Forderungen:

Deshalb fordert die Gewerkschaft in den Tarifrunden für den Einzel- und Versandhandel sowie den Groß- und Außenhandel mehr Geld – konkret: 4,5 Prozent und 45 Euro mehr pro Monat. Die Tariflaufzeit soll ein Jahr betragen und die Verträge wieder allgemeinverbindlich gelten. 80 Prozent der Einzelhandelsbetriebe wenden nämlich keinen Tarifvertrag an. Für den Einzelhandel möchte ver.di außerdem einen Mindestlohn von 12,50 Euro durchsetzen – der Großhandel hat ihn schon.