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Würzburg: Axt-Attentat jährt sich zum fünften Mal

vor 18 Tagen in Lokales
Mit einer schwarzen Fahne am Grafeneckart erinnert die Stadt an den Axt-Angriff vom 18. Juli 2016.
Foto: Georg Wagenbrenner

Am Sonntag war das Axt-Attentat von Heidingsfeld fünf Jahre her. Es gilt als der erste IS-Anschlag auf deutschem Boden.

Die Stadt Würzburg gedachte der schwerverletzten Opfer mit einer schwarzen Fahne. Sie wurde am Rathausturm Grafeneckart gehisst und trägt die Aufschrift "Den Opfern der Gewalt". Zudem hat die Stadt ein Blumenbouquet an der Stelle in Heidingsfeld anbringen lassen, an der eine Spaziergängerin von dem Axt-Attentäter schwer verletzt wurde.

„Auch fünf Jahre nach dieser blutigen Nacht heilen die Wunden nur langsam - die seelischen noch einmal schwerer als die körperlichen. Und vielen Menschen kommen die Morde vom 25. Juni am Barbarossaplatz wie ein Déjà-vu vor“, äußert sich Oberbürgermeister Christian Schuchardt am Jahrestag.

Am 18. Juli 2016 war ein 17-Jähriger in einem Zug mit einer Axt auf Menschen losgegangen und hatte eine Familie aus Hongkong und eine Passantin in Heidingsfeld schwer verletzt. Der Angreifer mit Wurzeln in Afghanistan wurde damals von der Polizei erschossen. Seitdem hat die unterfränkische Polizei verstärkt auch Streifenpolizisten für den Umgang mit Gewalttätern trainiert und sensibilisiert. Auch die Schutzausrüstung wurde angepasst.