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Würzburg: Corona befeuert illegale Welpen-Transporte

vor einem Monat in Lokales
Hundewelpen in einer Kiste
Foto: Pixabay.com

Sie werden der Mutter entrissen, sind noch sehr jung, nicht geimpft und werden dann oft weite Strecken in LKW gekarrt. Illegale Hundewelpen-Transporte beschäftigen das Würzburger Tierheim immer häufiger, erklärte es auf Nachfrage. Durch Corona seien die Transporte noch befeuert worden, da sich viele ein Tier wünschten. Aktuell sind drei Chihuahua-Welpen in Würzburger Obhut. Um Weihnachten herum mussten zwei Shibu Inu Rüden und ein Akita Pärchen aufgenommen werden. Auch sie stammten aus einem Tier-Transport.

Was passiert mit den Tieren, nachdem illegale Transporte gestoppt werden?

Zunächst kommen die Tiere ins Tierheim und müssen dort meist direkt in Tollwut-Quarantäne. Diese dauert je nach Impfstatus vier bis acht Wochen. Durch die Quarantäne entstehen häufig hohe Kosten, erklärte das Tierheim. Für die Unterbringung würden pro Tag 25 Euro fällig. Dazu kämen häufig noch Tierarztkosten, weil viele Welpen eine medizinische Behandlung benötigten. Bezahlt der ursprüngliche Welpen-Besitzer die Rechnungen, muss das Tierheim die Welpen zurückgeben. Dann würden sie aber mit Sicherheit weiter illegal vermittelt, mutmaßt das Tierheim. Um sie zu behalten müssten die Würzburger sie übereignet bekommen und selbst für die Kosten aufkommen. Das sei aber sehr schwierig. Wer helfen will, findet hier Infos. Seit diesem Dienstag ist das Tierheim wieder zweimal pro Woche geöffnet. Und zwar dienstags und samstags von 14 bis 16 Uhr.