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Würzburg / Gemünden: Revision im Babymord-Prozess

vor 3 Monaten in Lokales
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Foto: Funkhaus Würzburg

Revision im sogenannten Babymord-Prozess. Der angeklagte 24-Jährige will das Urteil gegen sich nicht akzeptieren. Das hat das Landgericht auf Nachfrage mitgeteilt. Eine schriftliche Begründung der Revision liege noch nicht vor. Der 24-Jährige ist vor genau einer Woche zu elf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen, dass er kurz vor Weihnachten 2019 das acht Monate alte Kind seiner Lebenspartnerin misshandelt und erstickt hat. Der 24-Jährige bestritt im Prozess das Kind getötet zu haben. Ein psychiatrisches Gutachten hatte den Mann im Prozess trotz Drogenkonsums für voll schuldfähig eingestuft.Bis die Begründung der Revision vorliegt, könnte es noch mehrere Monate dauern. Zunächst muss allen Verfahrensbeteiligten das schriftlich Urteil zugestellt werden.Das könnte laut Gericht an die zwei Monate dauern. Danach hat der Angeklagte einen Monat Zeit, um die Begründung für seine Revision anzugeben.