Anzeige

Würzburg: Insolvenzwelle wohl spätestens im Frühsommer

vor 4 Monaten in Lokales
1611312406insolvenz pixabay
Foto: pixabay.com

Die Corona-Regeln und die Lockdowns machen den Unternehmern auch in Mainfranken weiterhin große Sorgen. Seit Jahresbeginn gab es rund 20 Insolvenzanmeldungen - sowohl von Betrieben und Selbstständigen als auch von Privatpersonen. Das war der Durchschnitt der vergangenen vier Monate. Bisher ist die befürchtete Insolvenzwelle ausgeblieben - spätestens im Frühsommer könnte das aber anders sein. Davon geht der Insolvenzanwalt Stefan Herrmann aus Würzburg aus. Neben den Lockdowns sei ein weiterer Grund, dass die Banken Kredite derzeit nur sehr zurückhaltend vergeben. Außerdem fließen die Corona-Hilfen nur langsam. Vor allem kleinere Betriebe werden daher sehr zu kämpfen haben, wenn sie durchs Raster dieser Hilfen fallen und kaum finanzielle Polster haben.2019 gab es etwa 440 Insolvenzen, vergangenes Jahr waren es rund 260, meldet das Amtsgericht Würzburg. Das liegt auch daran, dass die Regeln für Insolvenzanmeldungen gelockert wurden und sich die Geschäftsaufgaben damit in dieses Jahr verschieben.Unterdessen sind die Menschen in Unterfranken nicht mehr so stark überschuldet. Trotz der Corona-Pandemie gab es in der Region weniger Privathaushalte die so hohe Schulden haben, dass sie selbst nicht mehr herauskommen. Das wurde vorab aus dem Schuldneratlas Unterfranken bekannt, der am Dienstag vorgestellt wird.