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Würzburg: Konsequenzen nach der Silvesternacht?

21.01.2026, 05:16 Uhr in Lokales
Silvesternacht 26 Balkonbrand am Heuchelhof
Foto: Berufsfeuerwehr Würzburg

Die Silvesternacht in Würzburg war für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei vor allem eines: sehr einsatzreich. Das ist am Dienstagnachmittag im Würzburger Stadtrat noch einmal deutlich geworden. Die Feuerwehr wurde zu 19 Einsätzen gerufen – drei mehr als im Jahr zuvor. Der Rettungsdienst rückte sogar 54-mal aus, das sind 30 Einsätze mehr als im Vorjahr.

Besonders tragisch: Bei einem Brand am Heuchelhof kam eine Seniorin ums Leben, außerdem wurden während des Einsatzes Rettungskräfte angegriffen. In der Lindleinsmühle schlug zudem eine Silvesterrakete in eine Wohnung ein.

Für die nächste Silvesternacht will die Stadt deshalb genauer hinschauen und nachsteuern. Geplant sind mehr Aufklärung und Prävention – etwa klare Hinweise, keine brennbaren Gegenstände auf Balkonen zu lagern, Fenster und Rollläden zu schließen und insgesamt vorsichtiger mit Feuerwerk umzugehen. Auch eine stärkere Öffentlichkeitsarbeit ist denkbar.

Bewährt hat sich dagegen, dass Feuerwehr und Leitstelle im Vorfeld personell aufgestockt wurden. Dieses Konzept soll auch an Silvester 2026/27 wieder umgesetzt werden. Insgesamt habe das Sicherheitskonzept gut funktioniert – vor allem in der Innenstadt, wo es keine größeren Probleme gab.

Ein generelles Böllerverbot bleibt allerdings unwahrscheinlich. Das kann die Stadt rechtlich nicht allein entscheiden – zuständig ist der Bund. Kommunen dürfen nur in engen Grenzen eingreifen, etwa in bestimmten Sicherheitszonen oder an besonders sensiblen Orten. Ein flächendeckendes Verbot müsste bundesweit beschlossen werden.