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Würzburg: Kranzniederlegung und Trauergottesdienst zum Gedenken an die Opfer - Söder und Schuchardt liegen Kranz nieder

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vor 26 Tagen in Lokales
Einsatzkraefte Gedenkgottesdienst Dom
Foto: Funkhaus Würzburg

Würzburg trauert – der Sonntag stand ganz im Gedenken der Messerattacke am Barbarossaplatz. Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Christian Schuchardt hatten um 15 Uhr zum Gedenken an die Opfer am Tatort einen Trauerkranz niedergelegt.

Im Anschluss wurde eine ökumenische Gedenkfeier im Würzburger Dom abgehalten. Dort haben verschiedene Sprecher ihr Mitgefühl gegenüber den Opfern und deren Angehörigen ausgesprochen. Söder rief dazu auf, dass die Menschen mit allem, was sie an Menschlichkeit und Solidarität zu bieten hätten, bei den Betroffenen sind und mit ihnen fühlen. Schuchardt drückte ebenfalls sein Mitgefühl aus und warnte gleichzeitig vor pauschalen Verurteilungen. Man dürfe Verbrechen einzelner nie auf Bevölkerungsgruppen, Religionen oder Staatsangehörigkeiten zurückführen.

Weitere Sprecher waren unter anderem Bischof Franz Jung, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Dr. Josef Schuster und der Sprecher der Würzburger Moscheegemeinden Ahmet Bastürk. Neben Beileidsbekundungen haben sich die Sprecher bei den Einsatzkräften und Helfern bedankt und ebenfalls dazu aufgerufen, von Vorurteilen gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund abzusehen.

Im Anschluss an die Gedenkfeier haben sich Ministerpräsident Söder und Oberbürgermeister Schuchardt in das Kondolenzbuch eingetragen. Dieses liegt am Sonntag im Außenbereich des Doms und ab Montag im Foyer des Ratssaals im Rathaus für die Öffentlichkeit aus.

Hintergrund: Ein 24-jähriger Somalier hatte am Freitagnachmittag bei einem Messerangriff drei Frauen getötet und sieben Menschen teils schwer verletzt. Das Motiv hinter der Tat ist weiter unklar. Im Raum steht ein islamistischer Hintergrund, eine psychische Erkrankung oder Frauenhass. In seiner Unterkunft hatte die Polizei teilweise mit Hassbotschaften versehenes Material sichergestellt. Diese müssten nun übersetzt worden, heißt es aus Ermittlerkreisen. Der Täter sitzt in Untersuchungshaft.

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