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Würzburg: Landkreis kritisiert neue bayerische Corona-Impf-Software

vor 5 Monaten in Lokales
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Foto: Pixabay.com

Seit Montag können sich die Corona-Impfwilligen in Bayern über eine Online-Plattform für einen Termin registrieren. Der Landkreis Würzburg kritisiert das jetzt und hat am Donnerstag auch das Gespräch mit dem bayerischen Gesundheitsministerium gesucht. Der Grund: Würzburg hatte für Stadt und Landkreis zuvor schon eine eigene Software entwickelt und darüber Impftermine vergeben. Um die 2.000 Termine davon mussten aufgrund des Software-Umstiegs auf die Bayern-Alternative abgesagt werden. Betroffene müssen sich jetzt unter https://impfzentren.bayern/ auf der digitalen Warteliste neu registrieren.Weil viele Würzburger jetzt verunsichert sind, überrollen sie die zuständigen Hotlines mit Anfragen. Beim BRK seien allein am Montag 25.000 Anrufe eingegangen, 1.000 davon konnten abgearbeitet werden. Jetzt Impfberechtigte werden gebeten, geduldig zu bleiben und es weiter unter der Hotline 0931/8000844 zu versuchen.Kritik kommt auch bei der Umsetzung der Impf-Registrierung. Die Online-Anmeldung sei für die meisten Menschen, die jetzt geimpft werden können, unpraktisch. Viele müssten auf Kinder und Enkel zurückgreifen, um sich Registrieren zu lassen. Künftig soll das noch einfacher telefonisch möglich sein. Der Landkreis steht dazu im Austausch mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium. Dieses will an der Software nochmals nachjustieren. Noch geändert werden müsse auch, dass die Impfsoftware aktuell einen Großteil der Bürger zum Impfzentrum nach Giebelstadt schicke. Wer beispielsweise aus Zell kommt, müsse laut Landrat Eberth an der Talavera einen Impftermin bekommen.