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Würzburg: Prozess um Millionen-Betrug – Geständnisse

vor 4 Tagen in Lokales
Die Ansicht auf das Justizzentrum in der Ottostraße als Gerichtsgebäude in Würzburg
Foto: Funkhaus Würzburg

Sie gaben sich als „Kongo-Connection“ aus, prahlten mit Kontakten zum dortigen Präsidenten und dem Türkischen Staatschef Erdogan und wollten vermeintlich soziale Projekte vorantreiben. Vor dem Landgericht in Würzburg stehen derzeit vier Männer, ihnen wird Betrug in Millionen-Höhe vorgeworfen. Die Angeklagten haben am Mittwoch gestanden. Das schreibt die Main-Post. Einer der vier, ein frühere Kundenberater der Apotheker- und Ärztebank, soll seine Kontakte genutzt haben, um Opfer für die Betrugsmasche zu finden. Ihnen wurden dann – so die Anklage – verschiedene Investitionen in Entwicklungsprojekte vorgeschlagen. Dabei handelte es sich unter anderem um die Finanzierung von Flaschen, die Wasser zum Trinken aufbereiten könnten. Laut Main-Post wurden – so die Masche - dafür 290 Millionen Euro in Vietnam, 270 Millionen in Kambodscha, eine Milliarde in Indien benötigt. Mit weiteren, ausgedachten Projekten soll den Opfern Geld aus der Tasche gezogen worden sein. Unter anderem wurden laut Anklage teils 100 Prozent Zinsen versprochen. Am Freitag geht der Prozess weiter. Er findet Corona-bedingt im Gut Wöllried statt.