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Würzburg: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Schwimmtrainer Lurz

vor 3 Monaten in Lokales
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Foto: Funkhaus Würzburg

Nach Bekanntwerden der Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Schwimm-Bundestrainer Stefan Lurz, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft in Würzburg. Das hat sie auf Nachfrage mitgeteilt. Im Raum steht sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen. Die Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft von Amtswegen aus aufgenommen, nachdem das Magazin Spiegel über die Anschuldigungen berichtet hatte.

Lurz wird vorgeworfen Schwimmerinnen sexuell belästigt und genötigt zu haben. Betroffen sind laut Spiegel fünf ehemalige Schwimmerinnen, auch zahlreiche weitere Personen aus dem bayerischen Schwimmer-Umfeld sprachen mit dem Magazin erstmals über ihre Erlebnisse. Lurz war nach Veröffentlichung des Artikels als Schwimm-Bundestrainer zurückgetreten. Am Wochenende war der Bayerische Schwimmverband nach Würzburg gereist. Was bei dem Gespräch herauskam, ist noch nicht bekannt.

Bereits 2010 wurde gegen Stefan Lurz ermittelt. Die Mutter einer 15-Jährigen hatte ihn damals angezeigt, weil er das Mädchen im Trainingslager in Singapur vergewaltigt haben soll. Die Ermittlungen wurden Anfang 2011 eingestellt. Im Frühjahr 2019 zeigte dann eine weitere Schwimmerin Lurz wegen an, auch dieses Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Beim SV Würzburg 05 hat Lurz laut dessen Präsident seit 2019 keine Trainer-Funktion mehr inne. Ein neues Amt werde er dort in nächster Zeit auch nicht bekommen, so der Präsident.