Würzburg: Uni bekommt Förderung für Zentrum für innovative Bildgebung

Ein bundesweit einzigartiger Forschungsstandort wird künftig an der Uni Würzburg entstehen: Das Süddeutsche Zentrum für Magnetpartikel-Bildgebung (SMPI). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Projekt mit 3,1 Millionen Euro, wie die Uni mitteilte.
Die Technologie könnte künftig Röntgenstrahlen teilweise ersetzen. Mit der Bildgebungsmethode lassen sich spezielle magnetische Partikel im Körper darstellen – ohne dass Röntgenstrahlen oder jodhaltige Kontrastmittel nötig sind.
Bisher wurde dieses Verfahren nur im Labor getestet, aber nicht in der Praxis. Grund dafür ist, dass eine entsprechende Forschungsinfrastruktur gefehlt hat. Das soll sich jetzt aber ändern.
Ziel ist es, die Technologie so weiterzuentwickeln, dass sie künftig auch in der Praxis eingesetzt werden kann. Dafür wird das Zentrum mit drei speziellen Systemen ausgestattet, mit denen sowohl magnetische Marker erforscht als auch neue Bildgebungsverfahren getestet werden.
Die Technologie soll beispielsweise bei der Untersuchung von Herz und Gefäßen oder der Krebs- und Immunforschung unterstützen.
Das neue Zentrum kann voraussichtlich 2027 seinen Betrieb am Hubland-Campus Süd aufnehmen.




