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Würzburg: Virologe empfiehlt Impfung für Kinder und Jugendliche mit Vorerkrankung

vor 26 Tagen in Lokales
Corona-Impfung eine Spritze wird in einen Arm gestochen
Symbolfoto: Pixabay.com

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat den Corona-Impfstoff von BionTech jetzt auch für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass sich ab dem 7. Juni auch Kinder und Jugendliche auf die Impf-Wartelisten setzen lassen können. Professor August Stich, Virologe aus Würzburg sieht darin eine Chance für alle Kinder ab 12 Jahren mit Vorerkrankung. Denn oft wird vergessen, dass in seltenen Fällen auch Kinder an Corona sterben könnten, so Stich. Nach aktuellen Erkentnissen wirke der Impfstoff auf jeden Fall auch bei Kindern – die Nebenwirkungen lägen im erträglichen Bereich, sagt August Stich.

Für alle anderen normalen Schulkinder sollten sich Eltern über den Risiken-Nutzen-Faktor bewusst sein – und sich am besten vorab von Fachpersonal beraten lassen. Denn nur weil der Impfstoff offiziell zugelassen ist, hieße das nicht, dass auch jeder geimpft werden müsse, so Stich. Denn Studien würden immer zuerst für Erwachsene durchgeführt werden, erst am Schluss auch für Kinder und Schwangere.

Professor Stich bittet außerdem um Geduld – in den nächsten Wochen und Monaten würden alle ein Impfangebot bekommen können. Man solle sich auch nicht von Meldungen über zu geringe Impfstofflieferungen verunsichern lassen. Impfzentren, Hausärzte und Kliniken würden aktuell sehr gute Arbeit leisten, erklärt er.