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Zellingen-Retzbach: Brandbrief an Bischof wegen Benediktushöhe

vor 17 Stunden in Lokales
Ortsansicht von Retzbach mit Blick auf Benediktushöhe
Foto: Sülzi/Wikipedia.de

Was wird in Zukunft aus der Benediktushöhe in Retzbach? Um das zu erfahren, haben der CSU-Bundestagsabgeordnete Alexander Hoffmann und Zellingens Bürgermeister Stefan Wohlfart jetzt einen Brandbrief an Würzburgs Bischof Franz Jung geschrieben. Darin beklagen sie unter anderem eine mangelhafte Informationspolitik und fordern die bessere Einbindung der Gemeinde.

Bei der Ankündigung der Diözese, sich von der Benediktushöhe als Tagungshaus zu trennen, sei Bürgern und Politikern versprochen worden, im Mai diesen Jahres über die nächsten Schritte zu informieren. Das sei jedoch bisher nicht geschehen, heißt es in dem Schreiben. Stattdessen sei man lediglich kurz darüber informiert worden, wer sich darum kümmere, einen neuen Eigentümer zu finden. Weiterhin kritisieren Hoffmann und Wohlfart, dass sie selbst sich an Bildungsträger und Ministerien wenden, um auszuloten, wie die Benediktushöhe weiterbetrieben werden könnte –dabei aber von Informationen der Diözese komplett abgeschnitten seien. Bürgermeister Wohlfart äußert außerdem seine Sorge, dass für Entscheidung des Verkäufer ausschließlich der Kaufpreis ausschlaggebend sein könnte – und nicht die Frage, wer das Tagungshaus so weiterführen könnte, dass es für die Gemeinde von Vorteil wäre. Man habe keinerlei Informationen darüber erhalten, welcher Kaufpreis angesetzt sei oder aus welcher Branche mögliche Interessenten kämen. Selbst der Retzbacher Pfarrgemeinderat hätte bereits um eine Statusmitteilung gebeten.

Vom öffentlichen Interesse unabhängig ist es laut dem Schreiben auch deshalb von Bedeutung, die Gemeinde einzubinden, weil sie unter Umständen in die Situation kommt, kurzfristig Bebauungspläne oder Nutzungsverordnungen ändern zu müssen.

Seit 40 Jahren gibt es das Tagungshaus Benediktushöhe in Retzbach bereits. Zu Beginn des Jahres hatte die Diözese bekannt gegeben, sich aus Kostengründen davon zu trennen.