Technologischer Fortschritt: Gaming-Szene entwickelt sich immer weiter

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Gaming Szene entwickelt sich immer weiter
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Jahrelang fristeten Computerspiele ein Dasein als Hobby für einsame Sonderlinge. Doch dann kam das Internet und seitdem kennt die Gaming-Branche keine Grenzen mehr. Mobilgeräte spielten (und spielen) dabei eine zentrale Rolle.

Von Schwarz-Weiß bis realitätsgetreue Fantasy-Welt

Die Zeit verfliegt: Computerspiele sind bereits seit mehreren Jahrzehnten ein Massenphänomen. Angefangen mit den simplen 2D-Spielen auf Commodore 64, Amiga 500 und Co. fand eine rasante Evolution statt, die sowohl auf PCs als auch auf Spielekonsolen für immer neue Standards sorgte.

Doch spätestens mit der Verbreitung der Smartphones läutete auch die Gaming-Welt ihre vorerst stärkste Phase ein. Die Rede ist von einer Revolution des Online- und Mobile-Gamings und wie eng diese beiden Branchen zusammenhängen, wird auf den ersten Blick klar. Denn zuerst war das Online-Gaming: Es ist so alt wie das Internet selbst und brachte Millionen Spieler zusammen, ohne dass diese das Haus verlassen mussten.

Rollenspielklassiker wie Ultima Online schrieben dabei Computerspielgeschichte. Bald folgten weitere Genre-Vertreter, beispielsweise EverQuest, bis 2004 World of Warcraft erschien und die ganze Branche in ein neues Zeitalter schickte. Längst war klar, dass der Reiz des gemeinsamen Spielens kaum zu übertreffen war – außer vielleicht von Spielen, die auch auf dem Smartphone gespielt werden konnten.

Doch bevor es dazu kam, fand zunächst eine lange und beeindruckende Evolution statt. Der Weg wurde von den genannten Titeln nicht nur geebnet, sondern auch direkt absolviert. Blizzards episches Online-Rollenspiel World of Warcraft ist dabei wohl an erster Stelle zu nennen: Es erschien einige Jahre, nachdem Internet-Flatrates flächendeckend in Deutschland angekommen waren – die technischen Voraussetzungen waren also gegeben. Der Rest war beinahe Formsache: Mit einem gewaltigen Universum, das Millionen Spielern schon aus der sehr erfolgreichen Warcraft-Serie bekannt war, und zahlreichen Charakteroptionen war der Einstieg in die „WoW“ sehr naheliegend. Die Möglichkeit, mit all seinen Freunden gemeinsam die riesige Welt zu erkunden, tat ihr Übriges.

Und erst dann zeigte sich die Motivationskurve, die bis dato ihresgleichen suchte. Die Zahlen bestätigen das: Mit zeitweise über zwölf Millionen aktiven Spielern zur selben Zeit feierte World of Warcraft eine konkurrenzlose Erfolgsgeschichte.

Diese diente dem Hersteller Blizzard künftig als Nährboden für die Zukunft. Denn obwohl World of Warcraft bis heute beweist, wie gut eher traditionelle Spiele funktionieren können, erkannte Blizzard, dass die Welt immer mobiler wird. Und damit auch das Gaming-Verhalten. Als Folge erschien im März 2014 Hearthstone: Das strategische, rundenbasierte Kartenspiel, das sich an Figuren und Szenarien aus dem gesamten Blizzard-Universum bedient, kam kostenlos auf den Markt und war kurze Zeit später auch für Mobilgeräte erhältlich. Der Schritt in die mobile Gaming-Welt war also getan und ein weiteres Mal schaffte es Blizzard, einen langfristigen Hit zu landen. Für Hearthstone ist nämlich bereits ein weiteres Addon angekündigt. Dass dieses von der Thematik an ein wichtiges Kapitel aus World of Warcraft angelehnt ist, darf angesichts der Geschichte wohl nicht mehr überraschen. Mit dem bunten Shooter Overwatch schaffte Blizzard außerdem den Schritt in die Konsolenwelt und verbreiterte das Portfolio somit um einen wichtigen Bereich.

Mobile Spiele als Symbol für den Zeitgeist

Die großen Hersteller, die bereits in der klassischen Gaming-Ära den Markt dominierten, sind also weiterhin mit von der Partie. Dennoch ist das mobile Gaming über die alten Grenzen hinausgewachsen. Das zeigt sich auch bei den Spielmodi und bei der Entscheidung zwischen online und offline.

Denn das heutige mobile Gaming auf Smartphones und Tablets setzt nicht ausschließlich auf Online-Spiele, obwohl diese einen großen Teil des Markts ausmachen. Casual-Titel wie Candy Crush zeigten jedoch eindrucksvoll, wie gut einfache Konzepte funktionieren können. So verlockend und faszinierend die Spieltiefe von Online-Rollenspielen auch ist: Sie eignet sich nicht für jede Situation, da sie technisch wie zeitlich einige Voraussetzungen stellt. Casual Games sind somit eine Nische, die viele Geschmäcker bedient.

Ebenfalls wichtig für das Wachstum waren die Casino-Spiele, die dank optimierter Apps auch perfekt auf dem Smartphone gespielt werden konnten. Hierbei zeigte sich, dass die gesamte Bandbreite den Transfer in die digitale Welt geschafft hatte: Sowohl Roulette als auch einarmige Banditen und andere Slot-Spiele sowie Black Jack und Poker waren plötzlich immer in der Hosentasche dabei.

Gespielt wurde natürlich vorwiegend um echtes Geld – die Motivation war also gleich doppelt so hoch, denn die Aussicht auf Gewinne war schon immer ein unübertreffliches Lockmittel. Dass diese Entwicklung auch Konsequenzen für die reale Wirtschaft außerhalb des Displays hatte, ist logisch. In Mainfranken finden sich dafür genügend Beispiele, wenn man sich in der Casino-Landschaft umsieht. Denn selbst etablierte Spielbanken wie das Casino Feuchtwangen bemühen sich seit Jahren, dem Spielerschwund entgegenzuwirken. Die Resultate sind allerdings nur mäßig: Zu groß sind die Vorteile von Online-Casinos aus Sicht der Spieler, sodass deren Vormarsch kaum noch aufzuhalten ist.

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