Wandel in der Finanzbranche: Jobängste und Fachkräftemangel

vor 19 Tagen in Service, Anzeige
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Bild: Pixabay, 3031678, bertholdbrodersen

Der technologische Wandel sorgt in allen Branchen für Veränderungen, doch der Finanzsektor ist besonders stark von der digitalen Transformation betroffen. Laut dem „Plansecur-Report: Finanzbranche 2021“ sind 38 Prozent der befragten Finanzberater der Meinung, dass die Digitalisierung beispielsweise den Vertrieb von Finanzprodukten stark beeinflussen wird. Rund die Hälfte vermuten einen stärkeren Einzug von Künstlicher Intelligenz in die Kundenberatung, und sogar 54 Prozent sind der Ansicht, dass die jungen FinTech-Startups im zu den traditionellen Bankhäusern aufholen.

20 Prozent der Beschäftigten im Finanzsektor fürchten um ihren Arbeitsplatz

Diese Entwicklung sorgt unter Mitarbeitenden in der Finanzbranche nicht nur für Zuspruch. Immerhin jeder Fünfte fürchtet aufgrund der Digitalisierung um seinen Arbeitsplatz, ergab die Jobstudie des Beratungsunternehmens EY Sorge. Zum Vergleich: Branchenübergeifend haben durchschnittlich nur zwölf Prozent der Befragten solche Verlustängste.

Außerdem befürchten 23 Prozent der Finanzangestellten, dass Produkte oder Dienstleistungen, die in der Vergangenheit zum Erfolg geführt hatten, in den kommenden Jahren keine Rolle mehr spielen könnten. Und diese Sorge scheint zumindest teilweise begründet zu sein, denn in der Bankbranche haben Technologien in 46 Prozent der Fälle bereits Aufgaben von Beschäftigten übernommen.

Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsexperten gesucht

Auf der anderen Seite führt der technologische Wandel auch zu einem erhöhten Bedarf an Spezialisten und Fachkräften im Finanzsektor, die sowohl die klassischen Fähigkeiten einer Bankkauffachkraft oder eines Finanzberaters ihr Eigen nennen können als auch Kenntnisse in Digitalisierungsprozessen mitbringen. Denn während beispielsweise im Rechnungswesen viele Prozesse spezifischen Routinen und Standards unterliegen, die sich für eine Automatisierung eignen, bedarf es für komplexere Aufgaben wie etwa die Datenanalyse oder das Management-Reporting geeignete Fachkräfte. Nachhaltigkeitsexperten mit profundem Finanzwissen werden ebenfalls händeringend gesucht – gern auch als Quereinsteiger.

Die Aufgaben, die mit der Digitalisierung verbunden sind, verlangen nicht nur zusätzliche Fähigkeiten von bestehenden Mitarbeitenden. Sie beeinflussen auch die Suche nach neuen Talenten und die Anforderungen an sie: Es sind Nachwuchskräfte gefragt, die neben den fachlichen Grundlagen einen starken Kundenfokus und innovative Herangehensweisen mitbringen und bereit sind, sich weiterzuentwickeln – ohne Scheu vor Veränderungen. Denn die Digitalisierung im Finanzwesen ist kein Prozess, der irgendwann abgeschlossen ist.

Duales Studium bietet Kombination aus Praxis und Theorie

Entsprechende Stellenanzeigen finden sich auf den Unternehmensseiten der einschlägigen Jobportale, wie zum Beispiel im Fall des Finanzberatungsunternehmens Swiss Life Select bei Stepstone. Hier kann die Ausbildung beispielsweise im Zuge eines Dualen Studiums in verschiedenen Fachrichtungen erfolgen, eine gute Kombination von Praxis und Theorie. Die Einstiegsmöglichkeiten sind dabei flexibel: Bei Swiss Life Select ist der Start in Vollzeit, nebenberuflich oder während des Studiums möglich.