Würzburg: Wie wird der Corona-Impfstoff bei der Sommerhitze gekühlt?

vor einem Monat in Stadtgespräch
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Würzburg: Wie wird der Corona-Impfstoff bei der Sommerhitze gekühlt?

Wie wird der Corona-Impfstoff bei der Sommerhitze derzeit gekühlt? Wir haben bei Quirin Zednik, BRK-Projektleiter im Impfzentrum auf der Talavera, nachgefragt.

Wie wird der Impfstoff dort gelagert?

Die Impfzentren bekommen einmal pro Woche Lieferungen von Corona-Impfstoff aus den sogenannten Ultra-Kühlzentren – auf Bestellung. Dort werden sie bei ganz niedrigen Temperaturen gelagert. Im Impfzentrum selbst gibt es solche Kühlmöglichkeiten nicht. Dort wird er etwas aufgetaut: Er kann bei zwei bis acht Grad gelagert werden, etwa einen Monat.

Vom Kühlschrank bis zum Impfen:

Nachdem der Impfstoff aus dem Kühlschrank im Impfzentrum geholt wird, darf er bis zu 6 Stunden Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad ausgesetzt sein. Das ist vom Präparat abhängig. Normalerweise liege aber keine aufgezogene Spritze im Würzburger Zentrum länger als eine Stunde , erklärte Zednik. Bis zum Verabreichen, wird sie in einer Schublade mit Kühl-Pack gelagert.

Neue Kleiderordnung für die Mitarbeiter:

Weil es noch keine Klimaanlage gibt, schwitzen die Mitarbeiter im Impfzentrum bei den aktuellen Temperaturen über 30 Grad. Teilweise litten die Mitarbeiter darunter. Die Verantwortlichen haben jetzt reagiert und erlauben, auch kurze Hosen zu tragen. Außerdem müssten Vollständig-Geimpfte keine FFP2-Maske mehr tragen. Hier genüge eine medizinische Maske. Um Hitzekollapsen vorzubeugen, gibt es kostenlose Getränke, ab und an ein Eis und immer wieder eine Pause. Bei den zu Impfenden zeigte sich noch kein hitzebedingter Anstieg bei den Kreislaufzusammenbrüchen.