Auf den Wegen der Klimawende – Energieeffizienz in Mainfranken

 — © © alex Iby  unsplash
© alex Iby unsplash

Der Landkreis Würzburg hat sich bereits seit längerem dem Klimaschutz verschrieben, hierfür sprechen auch die grünen Zahlen der Europawahl. Informationsveranstaltungen zum Thema Energie, Maßnahmen zur energetischen Sanierung sowie Steigerung der Energieeffizienz sprechen für die fränkische Umweltpolitik. Gemeinden schließen sich zu Kommunen zusammen, um Klimaschutzkonzepte und Bürger-Energieanlagen auszuarbeiten. Zu den Energiesparmaßnahmen gehören eine effiziente Energienutzung, nachhaltige Energieerzeugung und intelligente Übertragung, Verteilung und Speicherung. Die vorgeschlagenen Maßnahmen treffen hierbei jeden: Landkreis, Kommunen, Bürger und Bürgerinnen, Industriesektoren, Investoren und Versorgungsunternehmen.

Der Verbrauch im Überblick

Der Energieverbrauch lässt sich aus einem Mittelwert der Daten von Gemeinden, Kaminkehrern, Industrie und Netzbetreibern bilden. So ergibt sich ein Gesamtverbrauch von 4.241 GWh für das Jahr 2011. Dieser teilt sich in 576 GWh Strom, 2.091 GWh Wärme und 1.575 GWh Kraftstoff. Daran lässt sich ablesen, dass die Wärmeversorgung den größten Energiebedarf hat. Aus diesen Erhebungen ergibt sich, wenn man Vergleichswerte des Freistaates bzw. der Bundesrepublik mit einbezieht, ein Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 26.539 kWh pro Jahr. Durch den Industriebesatz im Landkreis steigt der Energiebedarf signifikant. Dies bestätigen die Zahlen der ThINK, das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz GmbH. Pro Kopf belaufen sich die mit dem Energieverbrauch zusammenhängenden CO2- Emissionen auf etwa 9,1 Tonnen. Eine Übersicht über den Stromverbrauch der Landkreise gibt es hier.

Fördermittel ebnen den Weg zur Energiewende

Die Unterfränkische Überlandzentrale (ÜZ) setzt sich für einen CO2-freien Weg und für eine regional effiziente Energieversorgung ein. Hierfür hat die ÜZ Mainfranken zusammen mit 39 anderen Kommunen und dem Landkreis Schweinfurt Fördermittel im Wert von rund einer Million Euro erhalten. Vier Energie-Effizienz-Netzwerke widmen sich nun aktiv der Energiewende. Sie sehen Energiesparmaßnahmen vor, um die Umwelt zu entlasten und den Ausbau regenerativen Energien zu fördern. Besonders in den Bereichen Mobilität, Wärmebereitstellung und Stromanwendung ist eine Steigerung der Effizienz nötig, um die CO2-Belastung zu senken. Hierzu gehören auch Projekte, welche energietechnische Gebäudesanierungen, Neubauten, PV-Anlagen, Kläranlagen usw. betreffen.

Welche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung gibt es?

Es kann sowohl aktiv als auch passiv ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden. Zu den direkten Maßnahmen gehört z.B.

  • Energetische Sanierung der Liegenschaften
  • Monitoring der Energieverbräuche
  • Förderung des ÖPNV

Indirekt kann ein Landkreis mitwirken, indem er z.B.

  • Beratungsangebote für Hausbesitzer stellt
  • Bürgerbeteiligungsmodelle für erneuerbare Energieanlagen vorstellt
  • Netzwerkaktivitäten und Klimaschutzinitiativen fördert
  • Bildungsarbeit an Schulen unterstützt

Auch Privatleute können sich für den Fortschritt bei der Energiewende in Mainfranken einsetzen. Wer das möchte, kann mit ein paar einfachen Schritten bereits zu einer verbesserten Energieeffizienz beitragen.

Was Privatleute tun können

Wie die Zahlen oben verlauten lassen, liegt besonders im Wärmebereich viel Verbesserungspotenzial. Ebenso aber im Verkehrsbereich. Die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität werden zunehmend miteinander verschmelzen. Die Energie für Wärme und Mobilität wird immer mehr aus umweltfreundlichem Strom, d.h. aus erneuerbaren Energien, wie z.B. Photovoltaik- oder Windkraft, gewonnen. Deshalb ist es sinnvoll als Verbraucher über Konzepte der Stromerzeugung und des -Verbrauchs nachzudenken. Dies fängt im Kleinen mit der richtigen Beleuchtung an, geht über Luftwärmepumpen bis hin zur Photovoltaikanlage auf dem Dach, um den eigenen Tesla direkt aus der Steckdose zu „betanken“. Solche Maßnahmen werden oft staatlich gefördert und von einigen Institutionen wie der KfW oder BAFA finanziell unterstützt.

Das richtige Licht finden: Verschiedene Beleuchtungs- und Leuchtmittelarten

Energieeffiziente Beleuchtung muss nicht karg oder spartanisch sein. Viel entscheidender ist die Wahl des richtigen Leuchtmittels.

  • Glühlampen erzeugen ein warmes, angenehmes Licht. Sie verbrauchen allerdings auch verhältnismäßig viel Energie, weshalb sie langsam vom Markt verdrängt werden.
  • Energiesparleuchten benötigen wenig Energie und haben mit knapp 10.000 Stunden Leuchtkraft eine verhältnismäßig hohe Lebensdauer, lassen sich allerdings nicht dimmen. Ein weiterer Nachteil: Bei Glasbruch ist Vorsicht geboten, da sie giftiges Quecksilber enthalten.
  • LED-Lampen haben den Markt erobert: Sie haben mit Abstand die höchste Energieeffizienz und entwickeln kaum Wärme. Außerdem haben LEDs eine enorme Lebensdauer von ca. 25.000 Stunden. Außerdem sind sie dimmbar, in vielen Farben erhältlich und aufgrund ihrer Größe nahezu überall einsetzbar.

Energiefreundliches Ambiente schaffen mit der richtigen Beleuchtung!

Indirekte Hintergrundbeleuchtung führt zu einer gemütlichen Atmosphäre. Hierfür eignen sich Deckenfluter und Strahlerleuchten an den Wänden, welche idealerweise für flexible Gemütlichkeitsansprüche dimmbar sind und ein angenehmes, gleichmäßiges Licht im Raum verteilen. Man kann sie mit punktuellen Lichtquellen unterstützen, um ein wohnlicheres Raumgefühl zu erzeugen. Dekorative Leuchten und Designerlampen können so zum Hingucker werden und bestimmte Zimmerregionen, Möbel oder Gegenstände betonen. Akzente setzen wird beispielsweise mit den Designer-Modellen von Ingo-Maurer neu definiert: Von minimalistisch über modern und edel bis alternativ ist alles dabei. Der Designer lebt nach dem Konzept, dass Licht Poesie für den Raum ist.

Fazit:

Die reine Betrachtung der erzeugten oder verbrauchten Strommenge pro Jahr und pro Kopf gibt nur einen ersten Eindruck. Für mehr Energieeffizienz ist es wichtig, dass die Energieerzeugung in Menge und Zeit mit dem Verbrauchsverhalten übereinstimmt. Man kann den Verbrauch der Erzeugung anpassen (Smart Grid und verschiebbare Lasten) oder die Erzeugung dem Verbrauch (Speicher und Netzausbau). Ein gesunder Mix ist das Mittel der Wahl. Privathaushalte können mit etwas Eigeninitiative dazu beitragen, dass die Klimaschutzziele näher rücken und die Umwelt entlastet wird.

Das könnte Dich auch interessieren

Bild: RDNE Stock project auf Pexels.comEntrümpelung planen: So wird aus dem Räumen ein klarer AblaufEine Wohnung soll übergeben werden, ein Keller ist über Jahre vollgestellt oder ein Haus muss für eine neue Nutzung frei werden. Wer vor einer Entrümpelung steht, sieht zunächst oft nur die Menge der Dinge. Hilfreicher ist eine einfache Reihenfolge: zuerst den Umfang erfassen, dann Persönliches sichern und über den übrigen Bestand entscheiden. Erst danach lässt Bild: Helena Jankovičová Kováčová / Pexels.comNeuer Brautmoden-Store in Aschaffenburg: Was Brautpaare am Bayerischen Untermain jetzt erwartetIn Aschaffenburg gibt es seit Kurzem eine neue Adresse für Brautmode: Hochzeitshaus Boos hat im Schwalbenrainweg seinen sechsten Store eröffnet. Brautkleider in den Größen 32 bis 60, Standesamtmode, Umstandsbrautmode und Hochzeitsanzüge gibt es hier unter einem Dach. Für Brautpaare aus der Region ist der Store eine zusätzliche Anlaufstelle – ein Detail zur Terminplanung sollten sie Bild: RDNE Stock project auf PexelsGrabmal auswählen: Diese Fragen sollten Angehörige vor dem Entwurf klärenEin Grabmal soll an einen Menschen erinnern und zugleich zu der Grabstätte passen, an der es steht. Angehörige denken dabei häufig zuerst an eine Form, einen Stein oder eine Inschrift. Für einen umsetzbaren Entwurf lohnt sich eine andere Reihenfolge: Zunächst müssen die Grabart und der konkrete Friedhof feststehen. Danach lassen sich die örtlichen Vorgaben prüfen Bild: Pam Patterson from PixabayReiseimpfungen rechtzeitig planen: Was Fernreisende aus Blomberg beachten solltenWer eine Fernreise plant, sollte sich spätestens sechs bis acht Wochen vor Abflug um den Impfschutz kümmern. Denn manche Impfungen benötigen mehrere Dosen im Abstand von Wochen, andere entfalten ihre volle Wirkung erst nach einiger Zeit. Wer erst kurz vor der Abreise handelt, riskiert einen unvollständigen Schutz oder muss die Reisepläne anpassen. Auch in Blomberg
expand_less