Wenn ein Unternehmen in die roten Zahlen steuert, dann muss oftmals das Management dran glauben. Köpfe fliegen, Jobs werden neu besetzt, meistens nennt man es Umstrukturierung oder Neustrukturierung. Wenn sich danach keine Besserung ergibt, probiert man das Ganze noch einmal oder meldet gleich Bankrott an.
In Bayern sieht man das scheinbar etwas anders. Der Freistaat betreibt insgesamt neun Spielbanken. Ganze sechs davon sind im vergangenen Jahr in die roten Zahlen geschlittert. Das Finanzministerium zahlt Ausgleichungszuschüsse an die staatlichen Casinos.
Man fragt sich, warum die Spielbanken nicht abgestoßen werden. Des Weiteren muss man sich fragen, warum, gerade in Deutschland, wo Casino Spiel doch recht beliebt ist, die Spielbanken so weit in die Miesen rutschen konnten.
Was ist passiert? Sind die Casinos so schlecht geführt, ist das Angebot unattraktiv? Gehen die Kunden lieber woanders hin, sagt man nun, da kann ich besser in der Online Spielothek spielen, wo man heute so eine große Auswahl hat? Woran hakt es, dass in Bayern so viele Casinos so schlecht abschneiden?
Die Gründe für die Verluste der einzelnen Casinos sieht man im Bayerischen Finanzministerium unter anderem in Variablen, auf die man keinen Einfluss hat. Zu diesen Gründen zählt unter anderem das Rauchverbot. Verluste im Casino sind jedoch nicht damit erklärbar, dass plötzlich alle Raucher nicht mehr kommen, weil ein Rauchverbot besteht. Auch kann man sich nicht auf die Altersklasse 18 bis 21 verlassen, um das Geschäft wieder aus den roten Zahlen zu holen. Denn die Frage der Altersbeschränkung gehört laut Füracker auch zu den Dingen, auf die man keinen Einfluss hat.
Eine echte Erklärung gibt es nicht. Vielleicht hilft die Tatsache bei der Erklärung, dass die Casinos, welche Verluste einfahren, sich in ländlichen Räumen befinden. Und genau von diesen ländlichen Spielbanken will man einfach nicht lassen. Macht das denn überhaupt Sinn und, wenn ja, welchen?

Spielbanken sind Teil der Strukturpolitik

Der Finanzminister sagt, wir betrachten unsere Spielbanken als strukturpolitische Maßnahmen für die jeweiligen Räume. Es sind Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Wir beschäftigen dort über 600 Menschen. Und solange der Austausch von den starken zu den schwächeren in dieser Form so funktioniert, glaube ich, ist es auch in Ordnung und vertretbar.
Da hat man eine ganz klare Antwort. Die Casinos werden nicht aufgegeben, weil man die Arbeitsplätze dort erhalten will. Insgesamt wird also das Casino Geschäft in Bayern als ein großes Unternehmen angesehen. Es sind nicht die einzelnen Casinos, von denen man ein unprofitables einfach abstoßen könnte. Die Gewinne und Verluste gleichen sich untereinander aus.
Ein charmanter Zug in der Bayern ist es, dass man dort neben Spielerschutz im Casino auch Arbeitnehmerschutz sehr ernst nimmt. Die Arbeitsplätze zu schützen, das ist bei den wenigsten Wirtschaftsunternehmen ganz oben auf der Wunschliste, wenn es hart auf hart kommt.
Von daher haben diese Casinos und die Mitarbeiter, welche bei der Betreibung helfen, ganz viel Glück.

Auch wenn man gerne daran festhalten will, die Zukunft der Spielbanken ist ungewiss

Unterschiedliche Parteien in dem Freistaat Bayern fordern unterschiedliche Schicksale für die  Spielbanken. Die Grünen möchten gerne die Spielbanken entweder in die Stadt verlegen oder sie loswerden. Die FDP plädiert für eine Privatisierung der Spielbanken, und zwar nicht nur derjenigen, welche Verluste machen, sondern konsequent aller Spielbanken.
Wie  man weiterhin die Arbeitsplätze der dort beschäftigten schützen kann, dafür hat die FDP auch gleich eine Lösung.
Man solle die Spielbanken doch im Paket verkaufen. Die Lizenzen würden dann für alle neun Spielbanken verkauft. Doch wenn er nach wie vor einige Standorte nicht profitabel sind, kann der Betreiber sie trotzdem nicht loswerden.
Somit gäbe es eine neue Regelung für private, Land-basierte Spielbanken und Spielotheken. Oder zumindest für die neuen Spielbanken in Bayern. Seltsame Regelungen sind auch in diesem Bereich nichts Neues, siehe die Regelungen für Spielhallen, die man in Berlin in 2017 beschloss. Oder den Glücksspielstaatsvertrag.

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