Es gibt wohl auf der ganzen Welt kein Poker-Turnier, welches so viel Aufsehen erregt wie die World Series of Poker (WSOP), die inoffiziell auch als die Weltmeisterschaft des Pokerns gilt. Doch dabei wissen viele nicht, dass dieses Event, welches jedes Jahr im Rio All Suite Hotel and Casino in Las Vegas, Nevada, ausgetragen wird, nicht nur aus einem – dem Main Event – Turnier besteht, sondern aus zahlreichen Wettkämpfen, die alle unter einem Dach ausgetragen werden. Insgesamt geht die Veranstaltung somit über eineinhalb Monate, der genaue Zeitraum für dieses Jahr liegt zwischen dem 30. Mai und dem 17. Juli.

Kann ich theoretisch selbst an der WSOP teilnehmen?

Ja. Die Einschreibung für dieses Turnier ist generell für jeden beliebigen Spieler ab 21 Jahren offen. Diese kann entweder online oder offline direkt vor Ort erfolgen. Um jedoch sicherzugehen, dass man beim jeweiligen Turnier auch wirklich einen Platz erhält, sollte man sich frühzeitig auf der offiziellen Webseite des Veranstalters (http://www.wsop.com/2018/) registrieren. Dieses Jahr startete der Registrierungs-Prozess ab dem 1. März und ist bei den meisten Events bis kurz vor Turnierstart sogar noch geöffnet. Doch auch wer sich gerade vor Ort aufhalten sollte, kann sein Glück versuchen und sich direkt im Rio All Suite registrieren.
Natürlich sollte der Spieler daran denken, dass jedes Turnier mit einem gewissen Buy-In belegt ist, um überhaupt teilnehmen zu dürfen. Aus allen Buy-Ins berechnet sich letztendlich auch der Preispool, der aufgrund der hohen Teilnehmerzahlen nie unter einem sechsstelligen Betrag liegt.
Doch es gibt auch andere Möglichkeiten, an ein Ticket zu kommen. Einige Online Poker Seiten bieten ihren Kunden Teilnahmepakete an, die man in den jeweiligen Pokerräumen gewinnen kann. Darunter fallen Reisen im Wert von bis zu 12.000 Euro, es lohnt sich also, sich diese Pakete und Verlosungen einmal genauer anzusehen.

Welche Varianten werden bei der WSOP gespielt?

Die wohl bekannteste Poker-Variante der Welt ist Texas Hold’em, die auch dementsprechend bei den meisten großen Turnieren gespielt wird. Dennoch finden sich beim Hauptevent des Jahres natürlich auch weitere Varianten, die wir im Folgenden kurz erläutern möchten:

  • Texas Hold’em – der Klassiker, der auch in den meisten Hinterzimmern und Studentenbuden gespielt wird. Zwei Handkarten, fünf Gemeinschaftskarten, die beste Kombination aus fünf Karten gewinnt.
  • Omaha Hold’em – ähnlich zur ersten Variante. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Spieler vier Handkarten erhält, aus denen er genau zwei zur Kombinationsbildung auswählt.

 

  • Seven Card Stud – Variante mit bis zu sieben Karten, von denen in der letzten Wettrunde drei verdeckt und vier offen vor dem Spieler liegen.
  • Razz – funktioniert analog zu Seven Card Stud, allerdings gewinnt hierbei die schlechteste Hand.

 

  • 2-7 Triple Draw – Die Spieler erhalten fünf Handkarten, die Sie während der drei Wett- und Tauschrunden jeweils drei Mal tauschen können. Beim der Variante 2-7 ist zudem ausschlaggebend, dass die niedrigste Hand gewinnt.
  • H.O.R.S.E. – Diese Variante bringt fünf verschiedene Pokerarten nacheinander ins Spiel und besteht aus den einzelnen Varianten Texas Hold’em, Omaha Hold’Em High-Low, Razz, Seven Card Stud und Seven Card Stud Eight or better.

 

  • 8-Game – Diese Variante bringt acht verschiedene Pokerarten nacheinander ins Spiel. Zusätzlich zu den 5 Varianten im Spiel H.O.R.S.E. werden weiterhin Omaha, Seven Card Stud High/Low sowie 2-7 Triple Draw Lowball gespielt.

 

Wie viele verschiedene Events werden bei der WSOP gespielt?

Insgesamt werden bei der WSOP im Zeitraum vom 29. Mai bis zum 17. Juli 78 verschiedene Turniere ausgetragen. Dabei kann ein Spieler an mehreren Turnieren teilnehmen. Die Buy-Ins liegen dieses Jahr zwischen 365 und einer Millionen US-Dollar.
Das bekannteste Event ist dabei natürlich jenes, welches den inoffiziellen Poker-Weltmeister kürt. Dieses startete am 2. Juli und wird im Modus No-Limit Hold’em gespielt. Der Buy In für dieses Event betrug 10.000 US-Dollar, der Sieger wird dabei am Ende mit sage und schreibe 8.800.000 US-Dollar nach Hause fahren. Dieses Jahr hatten sich 7874 Spieler für dieses Turnier registriert, die auch derzeit noch um den Turniersieg spielen.

Gab es schon einmal einen deutschen Gewinner?

Ja. In der Vergangenheit konnte sogar der Deutsche Heinz Pius im Jahre 2011 die Weltmeisterschaft für sich entscheiden. Er erhielt damals ein unglaubliches Preisgeld von über acht Millionen US-Dollar.
Auch dieses Jahr standen bei drei verschiedenen Events deutsche Spieler ganz oben auf dem Treppchen:

  • Johannes Becker – Mixed Triple Draw Lowball (Gewinn: 180.455$)
  • Arne Kern – No-Limit Hold’em Millionaire Maker (Gewinn: 1.173.223$)
  • Giuseppe Pantaleo – Tag Team No-Limit Hold’em (Gewinn: 175.805$)

Die finale Woche hat begonnen

Obwohl die WSOP nun bereits über einen Monat andauert und in ihre finale Woche einzieht, wird es nun erst richtig spannend. Schließlich stehen die Endrunden der beiden prestigeträchtigsten Events (Weltmeisterschaft und das 1 Millionen Dollar Buy-In Turnier) an. Hierbei geht es letztendlich nicht nur um die größte Auszeichnung im Poker Business, sondern auch um das mitunter größte Preisgeld, welches jährlich in der Poker-Szene ausgeschüttet wird. Die Turniere können übrigens auch online im Stream verfolgt werden, wo sich der ein oder andere bestimmt noch vieles von den Profis abschauen kann.

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