Haßfurt: Große Drüsenameise bleibt auf bekannte Bereiche begrenzt

Gute Nachrichten im Kampf gegen die Große Drüsenameise in Haßfurt: Die invasive Ameisenart hat sich zuletzt nicht weiter im Stadtgebiet ausgebreitet. Neue Befallsherde seien nicht festgestellt worden. Das hat ein Pressesprecher der Stadt jetzt auf Nachfrage dieser Redaktion mitgeteilt.
Auch die bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen zeigen Wirkung: Durch Heißwasser, Kieselgur und Gelköder sei die Population an den bekannten Stellen sichtbar zurückgegangen. Allerdings könne der Befall wieder zunehmen, sobald die Maßnahmen zu früh nachlassen. Deshalb soll bis in den Spätherbst weiter intensiv bekämpft werden.
Schäden an Gehwegen, Mauern oder Versorgungsleitungen seien bislang nicht festgestellt worden. Von sieben Meldungen aus der Bevölkerung bestätigte die Stadt zwei konkrete Fälle.
Wie teuer die Bekämpfung bislang ist, kann die Stadt noch nicht beziffern. Neben den eher geringen Materialkosten fallen vor allem Personalaufwand für Bauhof und Friedhof sowie Kosten für einen externen Schädlingsbekämpfer an.
Die Große Drüsenameise stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde vermutlich über den Pflanzenhandel eingeschleppt. Sie kann Superkolonien mit Millionen Tieren bilden und nistet sich unter anderem unter Gehwegen sowie in Hohl- und Kabelschächten ein.
Wie berichtet, wurden dadurch auch schon Schäden festgestellt.
Die Ameise kann sie Infrastruktur beschädigen und im schlimmsten Fall auch Strom- oder Internetverbindungen stören. Ende Juli wurde sie erstmals in Haßfurt und damit auch erstmals in der Region Main-Rhön nachgewiesen.