Das Internet of Things ist für den durchschnittlichen Nutzer noch kaum ein Begriff, obwohl viele es schon fast täglich nutzen. Ihre Anwendung findet das Internet der Dinge oft sogar in trivialen Bereichen wie der Sendungsverfolgung von Paketen. Dieses Beispiel zeigt, wie schnell ein Objekt aus dem offline in das Netz eingebunden werden kann. Das Internet of Things bietet viele Chancen, aber auch Risiken, die bisher noch nicht abschätzbar sind.

Die Schnittstelle ins Netz

Damit ein Objekt in das Internet eingegliedert werden kann, benötigt es eine geeignete Schnittstelle. Ohne eine Schnittstelle, über die ein Objekt mit dem Netz kommunizieren kann, bleibt es nur ein Ding. Die Schnittstellen können dabei sehr unterschiedlich ausfallen. Bei der Sendungsverfolgung eines Paketes ist es lediglich ein Strichcode, der immer wieder gescannt wird, wenn ein Paket in einen neuen Transportabschnitt übergeht. Das kann der Empfänger heute problemlos über das Netz mitverfolgen. Bei einer smarten Wetterstation ist schon etwas mehr für die Kommunikation mit dem Netz erforderlich. Die Wetterstation benötigt unterschiedliche Sensoren zur Erfassung von Wetterdaten, die dann über das Netz übertragen werden und auf einer Webseite oder als Wetter-App zur Verfügung stehen.

Vom einzelnen Objekt zum Haus

Das Internet der Dinge ist eine Vision die schon lange existiert, aber erst jetzt zunehmend Gestalt annimmt. Schon in den 1990er Jahren, als das Internet einer breiten Öffentlichkeit zugänglich wurde, gab es Ideen ein Haus gänzlich zu vernetzen. Wenn Lebensmittel aufgebraucht waren, sollten diese automatisch vom Regal oder dem Kühlschrank nachbestellt werden. Jalousien, Heizung oder die Gartenbewässerung reagieren auf das Wetter und steuern sich automatisch oder können bei Bedarf auch manuell über das Netz gesteuert werden. Obwohl der Kühlschrank noch nicht selbst die Lebensmittel nachbestellt, werden nach und nach die Visionen des Smart Home, dass über das Netz gesteuert werden kann, Realität. Wer im Urlaub ist, der kann mittels IP-Überwachungskamera jederzeit daheim nach dem Rechten sehen. Auch über das Internet steuerbare Heizungen finden sich ebenfalls zunehmend in den Häusern unserer Zeit. Der Vorteil ist nicht nur, dass man sich nicht mehr darum kümmern muss, sondern auch, dass viele dieser Objekte im Internet of Things nachhaltig sind und wie im Falle der Heizung auch Energie sparen.

Nicht jedes „Ding“ schafft den Sprung ins Netz

Theoretisch würden sich praktisch alle Objekte vernetzen lassen, ob das jedoch sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Ein Objekt schafft es nur dann ins Netz, wenn es auch einen Nutzen für andere hat. Im Jahr 2017 waren mehr als acht Milliarden Geräte bzw. Objekte mit dem Netz verbunden, das ist ein Anstieg von über 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Zukunft werden es noch mehr Geräte sein, aber bei Weitem nicht alle Dinge werden vernetzt sein. Ein Großteil der Projekte rund um das Thema Internet of Things scheitern oder werden auf Eis gelegt, denn es schaffen nur jene Dinge ins Netz, die tatsächlich einen Nutzen für die breite Masse haben und zudem auch erschwinglich sind. Viele Dinge sind noch eine teure technologische Spielerei, andere hingegen haben wenig Sinn im privaten Bereich und sind eher für Unternehmen interessant wie ein Drucker, der selbstständig Patronen nachbestellt.

Das Problem mit der Sicherheit und andere Herausforderungen

Ein Problem, dass viele mit dem Internet of Things haben, ist die Sicherheit. Mit jedem Objekt, dass in das Netz eingegliedert wird, sind unzählige Daten verbunden. Zwar sind vielleicht die Daten zur selbst steuernden Heizung für viele nicht interessant, Informationen über das Bestellverhalten sind in der Marktforschung aber wertvoll. Ein Problem des Internet of Things ist, dass viele Geräte darin noch nicht ausreichend geschützt sind und es nicht nur Datendieben einfach gemacht wird, sondern beispielsweise auch zunehmend Einbrecher diese Chancen nutzen. Ein ungeschütztes Objekt in einem Smart Home kann eine Einladung für Einbrecher sein, sich darüber Zugang zu verschaffen und vor einem Einbruch alles zu beobachten, um dann im richtigen Moment einzudringen. Fragen zum Datenschutz und zur Sicherheit werden zu den größten Herausforderungen im Internet of Things sein. Hier ist aber auch noch einiges an Bewusstseinsbildung bei Nutzern notwendig, die jetzt schon viel zu fahrlässig mit ihren persönlichen Daten umgehen. Zwar sind viele begeistert von Geräten, die über das Netz kommunizieren, vielen ist aber nicht bewusst, dass etwa Hersteller nebenbei darüber Daten über jeden Kunden sammeln und diese natürlich auch verwerten. Eine weitere Herausforderung liegt in dem Umstand, dass zwar einzelne Geräte Energie sparen können, weil sie bedarfsorientiert gesteuert werden, viele andere jedoch den Energieverbrauch deutlich erhöhen, weil sie ständig in Betrieb sein müssen, damit eine Kommunikation aufrechterhalten werden kann. Da sich das Internet of Things noch im Anfangsstadium befindet, fehlen derzeit noch Standards wie bei den Schnittstellen, die in den nächsten Jahren definiert werden müssen.

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