Ein Schock für jeden Betroffenen: Beim Ankommen im eigenen Zuhause stellt man fest, dass jemand sich unerlaubt Zutritt in die Wohnung verschafft hat. Fenster oder Türen sind aufgebrochen, Schränke durchwühlt und im schlimmsten Fall fehlen auch Wertgegenstände oder Bargeld. Doch selbst, wenn die Täter nicht fündig werden und nichts mitnehmen, geht eine solche Erfahrung nicht spurlos an Betroffenen vorbei. Was also kann man alles unternehmen, um sein Zuhause sicherer zu gestalten und Einbrüche zu verhindern oder zu erschweren?

Zu Beginn der dunklen Jahreszeit steigt alljährlich auch die Zahl der Einbrüche. Besonders häufig werden Einbrüche in Wohnungen und Häusern in den Monaten von Oktober bis Februar verzeichnet. Statistisch gesehen scheitern allerdings rund 44 % aller Einbruchsversuche aufgrund von entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen. Schon mit vergleichsweise geringem Aufwand lassen sich die eigenen vier Wände einbruchssicherer machen. Dennoch ignorieren viele Wohnungs- oder Hausbesitzer den Aspekt Einbruchsschutz und machen es potenziellen Einbrechern leicht.

Außenbeleuchtung / Bewegungsmelder

Einbrecher genießen vor allem den Schutz der Dunkelheit. Von einer Außenbeleuchtung mit Bewegungssensor lassen sich viele Einbrecher schon durch das grelle Scheinwerferlicht abschrecken. Eine solche Außenbeleuchtung kann ganz einfach installiert werden und schon sehr günstig zu erwerben. Je heller die Außenbeleuchtung ist, desto besser. Moderne LED Spots sind in der Lage ein vielfach helleres Licht zu produzieren als Glühbirnen oder Energiesparlampen. Entsprechende Leuchten sollte man überall da anbringen, wo der Täter eine potenzielle Einbruchschance hat. Das sind vornehmlich Fenster und Türen.

Tür und Fenstersicherung

Die Eingangstüren und Fenster sind die größten Schwachstellen im Haus. Ca. 80 % der Wohnungseinbrüche in Deutschland erfolgen durch Fenster. Auch die Haustür ist in vielen Fällen nicht mit einem ausreichenden Einbruchsschutz ausgestattet. Eine entsprechende Sicherung dieser Eingangsmöglichkeiten ist daher unverzichtbar, wenn es darum geht, das Haus Einbruch sicherzumachen. Fast jeder zweite Einbruchsversuch kann durch die Sicherung der Fenster und Türen verhindert werden. Nicht immer müssen dabei die ganzen Fenster bzw. die Haustüre gegen sicherere ausgetauscht werden, in vielen Fällen lässt sich eine entsprechende Einbruchsicherung nachrüsten.

Alarmanlagen und Videokameras

Zusätzlichen Schutz können auch Alarmanlagen und Videokameras haben. Zum einen haben entsprechende Systeme eine abschreckende Wirkung, zum anderen können mittels Videoaufnahmen unter Umständen auch Beweise gesichert werden, die im Nachhinein auf die Täter schließen lassen. Allgemein sollte man folgende Aspekte beim Einbruchsschutz beachten:

  • Beim Verlassen des Hauses sollte immer sichergestellt werden, dass alle Fenster geschlossen und die Türen verschlossen sind.
  • In der Nähe der Eingangstüre sollte niemals ein Ersatzschlüssel versteckt werden.
  • Bei längerer Abwesenheit, wie zum Beispiel einem längeren Familienurlaub, ist die Verwendung von Zeitschaltuhren zu empfehlen, um durch angeschaltetes Licht eine Anwesenheit vorzutäuschen. Auch automatische Rollläden können diesen Eindruck unterstützen.
  • Mülltonnen oder auch Rankgitter können Einbrechern dienen, um in höhere Etagen zu gelangen. Bestenfalls finden sie einen Platz in der Garage oder im Gartenhaus.
  • Teure Wertgegenstände sollten am besten in einem Schließfach aufbewahrt werden. Wenn es doch Zuhause gelagert wird, ist hierfür ein Tresor hilfreich, keinesfalls sollte man wertvollen Schmuck, Kreditkarten oder Bargeld einfach offen herumliegen lassen.
  • Eine professionelle Beratung von einem Sicherheitsexperten kann wesentlich dazu beitragen, die passenden Maßnahmen für den Schutz der eigenen Wohnung oder der eigenen Immobilie zu finden. Um sicherzustellen, dass es sich dabei auch um einen unabhängigen Fachmann handelt, lohnt es sich, im Zweifel die Polizei zu beauftragen. Die Polizei verfügt über eine eigene separate Abteilung, die Bürger in Bezug auf einen effektiven Einbruchsschutz beraten kann.

Förderungen in Anspruch nehmen

Wer seine Fenster und Türen mit einbruchssicher macht, kann dafür staatliche Förderung beantragen. Sowohl Mieter als auch Hauseigentümer können bei der KfW entsprechende Fördermittel beantragen. Je nach Investitionssumme der Sicherungsmaßnahmen liegt die Höhe der Förderung zwischen 50 und 1.600 Euro. Folgende Maßnahmen können gefördert werden:

  • Einbau oder Nachrüstung Einbruch hemmender Haustüren und Fenster
  • Einbau von Gittern und Rollläden
  • Einbau von Alarmanlagen
  • Assistenzsysteme (Bewegungsmelder, Gegensprechanlagen)

Jede Immobilie muss individuell auf etwaige Schwachstellen hin geprüft werden. In der Regel lässt sich schon mit wenig Aufwand und finanziellem Einsatz eine deutliche Verbesserung der Einbruchssicherheit erzielen. Bei höheren Investitionen lohnt es sich, in jedem Fall die staatlichen Fördermittel zu beantragen. Um einen Einbruch möglichst auszuschließen, ist eine professionelle Sicherung aller Ein- und Ausgänge unumgänglich. Zusätzliche Maßnahmen wie Überwachungssysteme können das Sicherheitsgefühl stärken, einen absoluten Schutz vor Einbrechern kann aber nie gewährleistet werden. Um das Risiko so weit wie möglich zu verringern, lohnt es sich eine umfassende individuelle Beratung in Anspruch zu nehmen.

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