Mehrheit der Nutzfahrzeughändler blickt zuversichtlich in die Zukunft

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Deutschlands Händler fürNutzfahrzeuge zeigen sich zuversichtlich, da sieüberwiegend mit einer konstanten Nachfrage am Markt rechnen. Allerdings befinden sich Markenhändler in der Lage, höhere Margen zu erzielen. Den freien Händlern gelingt es dafür, im Durchschnitt mehr Nutzfahrzeuge abzusetzen.

Der Autobranche könnte es besser gehen, insbesondere vom Neuwagenmarkt konnten zuletzt keine erfreulichen Zahlen vermeldet werden. Die europäischen Autobauer stecken in einer Krise, einige profitieren lediglich von einem starken Geschäfte inÜbersee. Besser sieht es im Handel mit Nutzfahrzeugen aus, weil dieser momentan als stabil gilt. Entsprechende Daten liefert dasTrucks-Konjunkturbaromter von Autoscout24.

Die Betreiber der Online-Börse fürNutzfahrzeuge haben 300 Nutzfahrzeughändler im Bundesgebiet befragt und die Daten nun veröffentlicht. Die Umfrage bezog sich im Wesentlichen auf die vergangenen sechs Monate. Zugleich wurden die Händler darum gebeten, eine Prognose bezüglich ihrer Erwartungshaltung fürdie kommenden sechs Monate abzugeben.

Bewertung der letzten sechs Monate

Aus Sicht der einzelnen Händler ist das vergangene Halbjahr teilweise unterschiedlich verlaufen. Generell zeigen sich Händler fürNutzfahrzeuge jedoch zufrieden, nicht ganz die Hälfte aller Umfrageteilnehmer bewertete so die vergangenen sechs Monate. Sehr zufrieden sind allerdings nur wenige Händler, nämlich vier Prozent bei den freien Händlern sowie fünf Prozent der Markenhändler. 31 Prozent aller Befragten gaben hingegen an, unzufrieden zu sein.

Die Bewertung des Geschäftsverlaufs wird maßgeblich durch dieHandelsmargebeeinflusst. Diesbezüglich zeigen sich die Händler gespalten. Während 44 Prozent der Markenhändler mit ihrer Marge zufrieden sind, sind es bei den freien Händlern nur 35 Prozent. Sehr zufrieden sind bei den Markenhändlern lediglich 4 Prozent, bei den freien Händlern sogar nur 3 Prozent.

Zur Erstellung des Konjunkturbarometers wurde außerdem nach der Bewertung der Auftragslage gefragt. Diesbezüglich gilt es zu wissen, dass sie sich keinesfalls nur auf den Nutzfahrzeughandel beschränkt, sondern außerdem den Servicebereich einschließt. Hier gaben 52 Prozent aller Teilnehmer an, mit der bisherigen Auftragslage zufrieden zu sein. Unzufrieden sind hingegen 18 Prozent, sehr unzufrieden 3 Prozent.

Einzelheiten der Geschäftsentwicklung

Im Durchschnitt setzten die befragten Nutzfahrzeughändler 68 Fahrzeuge innerhalb der letzten sechs Monate ab. Die Markenhändler kommen allerdings nur auf einen Durchschnittswerte von 62 Fahrzeugen, freie Händler setzten durchschnittlich hingegen 74 Fahrzeuge ab.

Am besten hat sich im ersten Halbjahr 2013 der Handel mit Sattelzugmaschinen entwickelt. Dieser hat gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ganze 21 Prozent zugelegt.Ähnlich hat sich der Handel mit Transportern entwickelt, der ein Plus von 15 Prozent verzeichnet.

Doch nicht nur die Anzahl der verkauften Fahrzeuge entscheidetüber den Geschäftserfolg. Eine maßgebliche Rolle spielt die so genannte Standzeit: Sie definiert den Zeitraum, den ein gebrauchtes Nutzfahrzeug beim Händler steht, bis es verkauft ist. Die durchschnittliche Standzeit aller befragten Händler liegt bei 74 Tagen, wobei anzumerken ist, dass sich die großen Händler in der Lage befinden, ihre Gebrauchtfahrzeuge schneller abzusetzen.

Während sie auf eine durchschnittliche Standzeit von 63 Tagen kommen, beläuft sie sich bei kleinen Händlern auf 81 Tage.

Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung

Wie aus dem Konjunkturbarometer hervorgeht, rechnen Nutzfahrzeughändler mit einem stabilen Markt. Ungefähr die Hälfte aller befragten Teilnehmer rechnet weder mit einem Wachstum des Marktes noch mit Stagnation. Allerdings rechnen 21 Prozent der Händler sehr wohl mit einem Wachstum, 22 Prozent hingegen mit sinkenden Absatzzahlen.

Bei den Margen rechnet fast niemand mit einem Anstieg, im Wesentlichen wird von einer stabilen Ertragssituation ausgegangen. Allerdings zeigen sich die freien Händler deutlich pessimistischer, da 31 Prozent mit schrumpfenden Margen rechnen. Bei den Markenhändlern gehen hingegen nur 22 Prozent von solch einer Entwicklung aus.

Verkauf in das Ausland ist ein wichtiges Standbein

Im Rahmen der Befragung wurde ersichtlich, dass großeTeile des Fahrzeugbestands in das Ausland verkauft werden. Allerdings wird das Auslandgeschäft von den großen Händlern dominiert, diese setzen 50 Prozent ihrer Fahrzeuge in das Ausland ab, während die kleinen Nutzfahrzeughändler lediglich 32 Prozent ihres Bestands in das Ausland verkaufen. Hauptmarkt istübrigensOsteuropa, die meisten Nutzfahrzeugexporte gehen nach Polen, Russland und in die Ukraine.

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