ReiseFrei: Warum das Online-Reisebüro das unterschätzteste zweite Standbein ist

ReiseFrei – nebenberuflich ein eigenes Online-Reisebüro aufbauen — © Bild: ReiseFrei
Bild: ReiseFrei

Reisebüros gelten als Auslaufmodell. Wer heute Urlaub bucht, macht das doch online – oder? Ein Blick in die offiziellen Zahlen des deutschen Reisemarkts zeigt ein Bild, das mit dieser Annahme wenig zu tun hat. Und er erklärt, warum sich immer mehr Menschen mit ReiseFrei nebenberuflich ein eigenes Online-Reisebüro als zweites Standbein aufbauen.

Es ist eine der hartnäckigsten Überzeugungen im deutschen Alltag: Reisebüros sind Vergangenheit. Ein Ladenlokal mit Katalogen im Schaufenster, ein Geschäftsmodell aus der Zeit vor dem Smartphone. Wer heute verreisen will, vergleicht selbst, klickt selbst, bucht selbst.

Die Frage ist berechtigt. Nur hält sie der Überprüfung nicht stand.

Der Realitätscheck: 21 Milliarden Euro

Der Deutsche Reiseverband (DRV) veröffentlicht jedes Jahr die Zahlen des deutschen Reisemarkts. Für 2025 weist er für deutsche Reisebüros einen Umsatz von 21 Milliarden Euro aus – davon 14,3 Milliarden Euro allein im Privatkundengeschäft.

Die Reiseveranstalter kamen im selben Jahr auf 43,4 Milliarden Euro, nach 39,8 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Markt schrumpft also nicht. Er wächst.

Am deutlichsten wird es beim Blick darauf, wohin das Geld tatsächlich fließt: Von allen Ausgaben, die deutsche Urlauber vor Reiseantritt buchen, laufen 49,4 Prozent über Reiseveranstalter und Reisebüros. Fast jeder zweite vorab gebuchte Euro. Insgesamt gaben deutsche Privathaushalte 2025 rund 118,7 Milliarden Euro für Privat- und Urlaubsreisen aus.

Das ist kein sterbender Markt. Das ist ein Milliardenstrom, der jedes Jahr aufs Neue fließt – ob mit Berater oder ohne.

Was sich wirklich verändert hat

Verändert hat sich nicht die Nachfrage nach Beratung, sondern der Ort, an dem sie stattfindet. An die Stelle des Ladenlokals in der Fußgängerzone tritt zunehmend das Online-Reisebüro: ein professioneller Reisevermittler mit eigener Website, angebunden an die großen Reiseveranstalter, der seine Kunden per Telefon, WhatsApp und E-Mail berät – ohne Miete, ohne Öffnungszeiten, ohne Ladenlokal.

Und genau dieses Modell erweist sich derzeit als einer der interessantesten Wege in ein zweites Standbein. Aus drei Gründen, die man in dieser Kombination in kaum einem anderen Geschäftsmodell findet.

1. Argument: Die Beratung kostet den Kunden nichts

Wer sich von einem Online-Reisebüro beraten lässt, zahlt dafür keinen Cent extra. Die Vergütung kommt nicht vom Reisenden, sondern als Provision von den großen Reiseveranstaltern. Der Kunde bekommt dieselbe Reise zum selben Preis – nur eben mit jemandem an seiner Seite, der die Ziele kennt, die Hotels einordnet und die Buchung übernimmt.

Für den Kunden gibt es damit schlicht keinen Grund, Nein zu sagen. Das ist eine seltene Ausgangslage.

2. Argument: Man muss niemandem etwas aufquatschen

Das ist der Punkt, der das Modell von klassischem Vertrieb trennt.

Die Menschen reisen ohnehin. Das Geld für den Sommerurlaub ist längst eingeplant, die Entscheidung ist innerlich gefallen, oft schon Monate vorher. Niemand muss überzeugt werden, dass er in den Urlaub will. Der einzige Unterschied besteht darin, ob die Buchung anonym über ein Portal läuft – oder über jemanden, den man kennt.

Es geht also nicht darum, jemandem etwas zu verkaufen, was er nicht wollte. Es geht darum, eine Entscheidung zu begleiten, die längst getroffen ist. Der Satz lautet nicht „Kauf mir etwas ab", sondern: „Ich nehme dir die Planung ab – kostenlos."

Wer würde dazu Nein sagen? Gerade Familien, bei denen Flüge, Transfer, Hotel, Mietwagen und Versicherung über ein halbes Dutzend Portale zusammengesucht werden müssten, geben diese Arbeit gern ab. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil der Aufwand irgendwann die Ersparnis übersteigt.

ReiseFrei Gründer Jonas und Leon — © Bild: ReiseFrei
Bild: ReiseFrei

ReiseFrei: Kein Selbstläufer – aber ein außergewöhnliches Risikoprofil

Ein Selbstläufer ist das nicht. Provisionen entstehen erst mit tatsächlich gebuchten Reisen, der Aufbau eines Kundenstamms braucht Zeit, und wer beraten will, muss Ziele, Veranstalter und Abläufe kennen. Entscheidend ist vor allem die richtige Reihenfolge: Wer zuerst am Angebot bastelt, statt eine funktionierende Struktur aufzubauen, verliert Monate.

Genau hier setzt ReiseFrei an – die Schulung, mit der sich Teilnehmer nebenberuflich ein eigenes Online-Reisebüro aufbauen. Die beiden Gründer Jonas & Leon begleiten sie dabei Schritt für Schritt: von der fertigen Website über die Anbindung an die großen Reiseveranstalter bis zur Frage, wie die ersten Kunden entstehen. Der Anspruch bei ReiseFrei ist dabei nicht, nur zu erklären, wie es theoretisch funktioniert, sondern die Teilnehmer in der Praxis bis zu den ersten eigenen Buchungen zu begleiten.

Dass der Markt trägt, ist dabei keine Prognose, sondern eine Zahl: 21 Milliarden Euro Reisebüroumsatz, 43,4 Milliarden Euro bei den Veranstaltern, fast jeder zweite vorab gebuchte Euro über diesen Kanal. Wer sich für ein zweites Standbein in genau diesem Bereich interessiert, findet weitere Informationen zu ReiseFrei unter reisefrei.com.

Die Frage ist also längst nicht mehr, ob Reisebüros noch funktionieren. Sie lautet: Wer übernimmt den Teil der Arbeit, den die Urlauber am liebsten abgeben? 

Mit Jonas & Leon, den Gründern von ReiseFrei entscheiden sich immer mehr Menschen dafür, genau das nebenberuflich zu tun.

Das könnte Dich auch interessieren

Bild: Helena Jankovičová Kováčová / Pexels.comNeuer Brautmoden-Store in Aschaffenburg: Was Brautpaare am Bayerischen Untermain jetzt erwartetIn Aschaffenburg gibt es seit Kurzem eine neue Adresse für Brautmode: Hochzeitshaus Boos hat im Schwalbenrainweg seinen sechsten Store eröffnet. Brautkleider in den Größen 32 bis 60, Standesamtmode, Umstandsbrautmode und Hochzeitsanzüge gibt es hier unter einem Dach. Für Brautpaare aus der Region ist der Store eine zusätzliche Anlaufstelle – ein Detail zur Terminplanung sollten sie Bild: RDNE Stock project auf PexelsGrabmal auswählen: Diese Fragen sollten Angehörige vor dem Entwurf klärenEin Grabmal soll an einen Menschen erinnern und zugleich zu der Grabstätte passen, an der es steht. Angehörige denken dabei häufig zuerst an eine Form, einen Stein oder eine Inschrift. Für einen umsetzbaren Entwurf lohnt sich eine andere Reihenfolge: Zunächst müssen die Grabart und der konkrete Friedhof feststehen. Danach lassen sich die örtlichen Vorgaben prüfen Bild: Pam Patterson from PixabayReiseimpfungen rechtzeitig planen: Was Fernreisende aus Blomberg beachten solltenWer eine Fernreise plant, sollte sich spätestens sechs bis acht Wochen vor Abflug um den Impfschutz kümmern. Denn manche Impfungen benötigen mehrere Dosen im Abstand von Wochen, andere entfalten ihre volle Wirkung erst nach einiger Zeit. Wer erst kurz vor der Abreise handelt, riskiert einen unvollständigen Schutz oder muss die Reisepläne anpassen. Auch in Blomberg Bild: Pavel Danilyuk / pexels.comEinen persönlichen Abschied gestalten: Welche Entscheidungen Angehörigen helfenNach einem Todesfall stehen Angehörige vor vielen Entscheidungen. Für einen persönlichen Abschied müssen sie jedoch nicht alles gleichzeitig festlegen. Hilfreich ist eine Reihenfolge: Zuerst geht es um die Wünsche der verstorbenen Person, dann um Bestattungsform und Beisetzungsort. Darauf aufbauend lassen sich die Trauerfeier gestalten und organisatorische Aufgaben verteilen. So werden aus vielen offenen Fragen einzelne
expand_less