Schweinfurt: Bauunternehmer vor Gericht

Er soll seine Mitarbeiter über Jahre schwarz bezahlt und die Sozialabgaben nicht abgeführt haben. Dafür steht am Donnerstagvormittag ein 47-jähriger Unternehmer vor dem Landgericht Schweinfurt.
Zwischen 2015 und 2017 sollen so laut Anklage Schwarzlöhne von rund 841.000 Euro geflossen sein, dazu kamen nicht abgeführte Sozialabgaben von über 521.000 Euro – zusammen also rund 1,36 Millionen Euro Schaden für die AOK Bayern und die BG Bau.
Der Mann soll bei seinem Eisenflechtbetrieb Arbeitnehmer eingesetzt haben, deren Arbeitsstunden nicht vollständig erfasst wurden. Trotz Wissen um seine Pflichten habe er die fälligen Abgaben an Krankenkasse, Rentenversicherung und Berufsgenossenschaft nicht überwiesen. Das Vorgehen soll sich über 39 Fälle erstrecken.
Das Gericht prüft nun, ob die Vorwürfe stimmen und welche Strafen folgen. Für die Mitarbeiter könnte es um nachträgliche Ansprüche und Klärung offener Zahlungen gehen.