Schweinfurt: ÖPNV-Busstreik am Donnerstag – welche Linien trotzdem fahren

Zum mittlerweile dritten Mal innerhalb weniger Wochen stehen am Donnerstag im Stadtgebiet von Schweinfurt die Stadtbusse still. Die Gewerkschaft ver.di hat erneut zu einem Warnstreik in den laufenden Tarifverhandlungen aufgerufen.
Für Fahrgäste bedeutet das massive Einschränkungen. Die Stadtwerke halten aber einen Notbetrieb aufrecht: Auf den Linien 100 bis 190 sowie bei einzelnen Schulbus-Fahrten sollen vereinzelte Busse unterwegs sein, um zumindest eine Grundversorgung zwischen Roßmarkt, den Stadtteilen und umliegenden Gemeinden wie Geldersheim, Schonungen oder Grafenrheinfeld zu sichern. Eine Übersicht dazu gibt es online bei den Stadtwerken.
Nicht betroffen sind private Busunternehmen und die Landkreis-Linien – sie fahren wie gewohnt. Auch in Würzburg läuft der Bus- und Straßenbahnverkehr normal, weil dort ein anderer Tarifvertrag gilt.
Hintergrund des Streiks ist der Tarifkonflikt im Nahverkehr. Seit Januar verhandeln Arbeitgeber und Gewerkschaft über neue Bedingungen. Ver.di fordert unter anderem eine kürzere Wochenarbeitszeit von 38,5 auf 35 Stunden sowie rund 670 Euro mehr Geld im Monat. Die Arbeitgeber halten das für zu teuer und sehen vor allem die Arbeitszeitverkürzung kritisch.
Parallel zum Streik ist ab 9 Uhr eine Kundgebung am Zeughaus geplant, anschließend soll ein Demozug durch die Innenstadt ziehen.