Würzburg: Höhepunkt im Kirchenjahr steht bevor

 — © Foto: unsplash.com
Foto: unsplash.com

​​Ostern ist nicht nur Zeit für bunte Eier und Hasen, sondern vor allem auch das höchste Fest der Kirche: Am Wochenende feiern Christen in der Region Ostern und damit auch die Auferstehung Jesu.  

​Gründonnerstag 

​Am Abend des Gründonnerstags beginnen die drei österlichen Tage. Dabei wäscht Bischof Franz Jung traditionell die Füße von Vertretern des Diözesanrats, Flüchtlingen, Vertretern des Katholikentags, Menschen mit einer Behinderung und Ordensleuten im Würzburger Kiliansdom.  

​Diese Praktik geht auf eine Szene aus der Bibel zurück: Beim letzten Abendmahl soll Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen haben.   

​Karfreitag  

​Einen Tag später zieht in Lohr wieder die traditionelle Karfreitags-Prozession durch die Stadt. Sie zählt zu den ältesten, größten und letzten ihrer Art in Deutschland. Jedes Jahr kommen tausende Besucher nach Lohr. Bei der Prozession werden lebensgroße Figuren durch die Straßen getragen, die den Leidensweg Jesu darstellen.  

​In Würzburg wird um 15 Uhr im Kiliansdom in der sogenannten Karfreitagsliturgie an Leiden und Sterben von Jesus gedacht.  

​Es ist ein stiller Feiertag und für Katholiken ein strenger Fastentag – Fleisch steht an diesem Tag nicht auf dem Speiseplan und es gilt ein Tanzverbot.  

​Osternacht  

​Höhepunkt des gesamten Kirchenjahrs ist dann die Osternacht – dieser wird bereits am Samstagabend eingeläutet. Ab 21:30 Uhr zieht Bischof Jung dann mit einer Osterkerze durch den dunklen Dom. 

​Außerdem wird in dieser Nacht auch das Taufwasser für das gesamte Jahr gesegnet. 

​Keine Kirchenglocken  

​Von Gründonnerstag bis in die Osternacht schweigen die Kirchenglocken in der Region, weil an die Leidenszeit und den Tod Jesu gedacht wird. Stattdessen kommen in vielen Teilen Ratschen und Holzklappern zum Einsatz.  

​Früher wurde die Stille damit erklärt, dass die Glocken nach Rom fliegen und erst in der Osternacht wieder zurückkommen. Läuten sie wieder, dann mit der Botschaft: Jesus ist auferstanden, die Trauerzeit ist vorbei. ​ 

Das könnte Dich auch interessieren

Foto: Sascha SchneiderWürzburg: Handwerk blickt skeptischer nach vornDie Stimmung im unterfränkischen Handwerk hat sich leicht verschlechtert. Im dritten Quartal bewerten zwar fast 80 Prozent ihr Geschäftslage als gut oder befriedigend, im Sommer oder vor einem Jahr waren das aber noch mehr. Nach Angaben der Handwerkskammer belasten vor allem gestiegene Einkaufspreise die Unternehmen. Gleichzeitig leeren sich die Auftragsbücher: Die Betriebe haben im Schnitt Foto: pixabay.comUnterfranken: Kommunalpolitiker fordern in offenem Brief Millionen-Hilfe vom FreistaatKommunalpolitiker aus ganz Unterfranken haben sich mit einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder gewandt. Sie fordern finanzielle Unterstützung vom Freistaat. Hintergrund ist die geplante Erhöhung der sogenannten Bezirksumlage.  Der Bezirk Unterfranken bekommt Geld von den Städten und Landkreisen, um seinen Pflichten im Bereich wie Soziales und Kultur nachzukommen.  Allein auf die Stadt Würzburg könnten Mehrkosten von bis Foto: pixabay.comUnterfranken: Ermittlungen wegen illegaler Abfall-ExporteEine Firma aus Unterfranken steht wegen mutmaßlich illegaler Geschäfte mit Gipsabfällen im Visier tschechischer Behörden. Die Abfallfirma soll laut Recherche von CORRECTIV, dem Verlag Nürnberger Presse und der Main-Post seit Jahren Gipsmüll aus mehreren Bundesländern nach Tschechien vermittelt haben. Vorgeschrieben ist in Deutschland, dass Gips recycelt wird, damit eine Wiederverwendung möglich ist. Das Unternehmen soll Bild: Roland 4D Pippes / PixabayUnterfranken: Zeitumstellung kann Schlafrhythmus störenEine Stunde länger schlafen klingt gut – trotzdem kann die Umstellung auf die Winterzeit unseren Schlaf durcheinanderbringen. In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren von drei Uhr auf zwei Uhr zurückgestellt.  Laut einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der AOK Bayern berichten 57 Prozent der Befragten von wiederkehrenden oder anhaltenden Schlafproblemen. Auf Unterfranken übertragen wären
expand_less