Wiesenfeld: Nach ICE-Nothalt- Kamera-Überwachung von Zugeinstieg gefordert

Der Vorfall mit einem ICE bei Wiesenfeld in der vergangenen Woche sorgt jetzt bundesweit für Schlagzeilen. Bei Tempo 200 war eine Tür aufgegangen, der Lokführer stoppte per Vollbremsung. Wie sich zeigte, war der Notfallknopf gedrückt worden, der die Tür entriegelt.
Der Fahrgastverband Pro Bahn fordert jetzt, die Einstiegsbereiche von Fernzügen per Kamera zu überwachen. Die Kamera könne bei solchen Vorfällen Klarheit schaffen ohne dass Reisende in den Waggons selbst gefilmt werden.
Die Aufnahmen aus den Kameras will ProBahn nur wenige Tage speichern, ein Zugriff soll nur bei einem konkreten Anlass möglich sein.
Bislang ist unklar, wer die ICE-Tür entriegelt hat – und ob es absichtlich oder aus Versehen war. Der Nothalt hatte zu stundenlanger Verspätung geführt. Weil zunächst unklar war ob möglicherweise ein Passagier ins Freie gestürzt war hatte ein Großaufgebot an Rettungskräften mehrere Kilometer Strecke hinter dem Zug abgesucht.
Die Polizei ermittelt nun gegen die rund 120 Passagiere des entsprechenden Zugabschnittes.