Mainfranken: Tag des offenen Denkmals 2026

 — © Foto: pixabay.com
Foto: pixabay.com

Der Tag des offenen Denkmals ist Deutschlands größtes Kulturevent, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September stattfindet. Über 5.000 Denkmäler öffnen ihre Türen für die Öffentlichkeit. Besucher können historische Orte erkunden und sich von alten Handwerkstechniken und Restaurierungsarbeiten begeistern lassen. Dieses Jahr findet das Event am 11. September 2026 statt. Auch in unserer Region gibt es spannende Denkmäler zu entdecken.

NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur

Das diesjährige Motto des Tags des offenen Denkmals ist “NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur”. 

Die Gesellschaft ist vernetzt – familiär, im Freundeskreis, in Vereinen oder beruflich. Unser Netzwerk basiert auf Jahrhunderten voller Austausch, Bewegung und Zusammentreffen, die durch alle Generationen hinweg in Stein, Metall und Beton verfestigt und vereinfacht wurden: Denn Netzwerke benötigen Infrastruktur. Wir befahren unsere ausgebauten Wege, transportieren Menschen, Waren und Energie, und teilen Wissen und Sicherheit  miteinander. All diese Netzwerke formen und stützen unsere Identität – individuell und kollektiv. Das macht die gewachsene historische Infrastruktur zu Denkmalen, die unsere täglichen Wege seit jeher mitbestimmen: Konstruktionen, die nicht nur ihren ideellen Zweck erfüllen – uns Identität und außergewöhnliche Ästhetik schenken – sondern teils auch aus praktischen Gründen gepflegt und erhalten werden sollten.

Sonst nicht zugängliche Orte

Die Hauptidee des Tags des offenen Denkmals ist es, einmal im Jahr historische Gebäude und Orte für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, die sonst nicht oder nur teilweise betreten werden können. Der Besuch ist meist kostenfrei. An vielen Orten gibt es Sonderführungen, Handwerksvorführungen und ein buntes Rahmenprogramm für Kulturinteressierte. So kann man in ganz Deutschland einen Tag lang Denkmalschutz hautnah erleben. Man kann Restauratoren über die Schulter schauen, archäologische Ausgrabungsstätten erkunden oder sonst verschlossene Kellergewölbe einer Burg bestaunen. Das Programm begeistert jedes Jahr mehrere Millionen Denkmalfreunde und macht den Tag zum größten Kulturevent Deutschlands.

Denkmäler im Landkreis Main-Spessart

Die Städte und Gemeinden in der Region öffnen zum Tag des offenen Denkmals viele alte Denkmäler. Im Landkreis Main-Spessart könnt ihr zum Beispiel in Arnstein einen Blick in die "Alte Synagoge" werfen. In Laudenbach lohnt sich ein Besuch der komplett sanierten Kunstmühle, das sich seit über 30 Jahren im Familienbesitz befindet und ursprünglich aus zwei getrennten Mühlen bestand. Oder ihr nehmt an der Führung an der historischen Autobahnruine "Strecke 46 " bei Gemünden teil. Ein 70 km langer Autobahnabschnitt zwischen Bad Hersfeld und Würzburg. Ein europaweit einmaliges Technik-Denkmal.

Hier geht es zu allen beteiligten Denkmäler im Landkreis Main-Spessart!

Denkmäler in Stadt und Landkreis Würzburg

Auch der Kreis Würzburg hat viel zu bieten. Das Lanzentürmchen auf dem Rathaus in Ochsenfurt, gilt als Wahrzeichen der Stadt. Und die 550 Jahre alte Spielwerk-Uhr im Lanzentürmchen gilt als älteste, handaufgezogene, astronomische Turmuhr Europas, die sich noch in Funktion befindet. Die Weinhändlerpalais von Balthasar Neumann in Zell am Main bieten einen faszinierenden Einblick in die vielfältige Geschichte Zells, die von Reichtum und Macht erzählt.  Oder ihr besucht das Weinberghäuschen in der Randesackerer Straße in Würzburg. Das villenartige Gebäude ist zwar stark beschädigt, besitzt jedoch eine wertvolle Innenausstattung. 

Hier geht es zu allen beteiligten Denkmäler im Landkreis Würzburg!

Denkmäler im Landkreis Kitzingen

Im Landkreis Kitzingen gibt es viel zu entdecken. Ihr könnt euch auf die Spuren der Fürsten zu Schwarzenberg in Marktbreit begeben: Dort bekommt ihr den alten Hafen, den noch funktionsfähigen "alten Kranen" und das dazugehörige Lagerhaus zu sehen. Der Zwinger in Volkach war ein wichtiger Bestandteil der historischen Stadtbefestigung und verband verschiedene Bereiche innerhalb der Stadtummauerung miteinander. Als begehbarer Teil der Stadtmauer diente er sowohl der Verteidigung als auch der Erschließung der Befestigungsanlage. Oder ihr besucht das Schloss Gerlachshausen.  Das Wasserschloss hat im Inneren zahlreiche Treppen, Brettbaluster, Bodenbeläge und Türen aus dem 18. und 19. Jh.. Zudem hat das Schmuckstück einen sehenswerten Gewölbekeller und einen verwunschenen Garten. 

Hier geht es zu allen beteiligten Denkmäler im Landkreis Kitzingen!

expand_less