Unterfranken: Weniger Güter auf dem Main transportiert

Weniger Ladung, weniger Schiffe und weniger Verkehr auf dem Wasser: im ersten Halbjahr des Jahres ist der Gütertransport auf dem Main in Unterfranken deutlich zurückgegangen.
Wie aktuelle Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigen, ist der sogenannte Güterumschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um gut zehn Prozent gesunken.
Besonders deutlich fällt das Minus in Karlstadt, Kitzingen und Schweinfurt aus. In Karlstadt wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres nur noch gut 127.000 Tonnen umgeschlagen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 202.000 – ein Minus von 37 Prozent.
In Kitzingen liegt das Minus bei 36 Prozent, in Schweinfurt bei knapp 13 Prozent.
Anders sieht es in Würzburg und Lengfurt aus: In der Domstadt ist der Güterumschlag um rund 11,5 Prozent gestiegen, in Lengfurt legte er um ein Prozent zu.
Auch die zweite Jahreshälfte dürfte keine deutliche Trendwende bringen. Wegen des Niedrigwassers konnten vielen Schiffe zuletzt weniger bis gar keine Ladung mehr transportieren.
Ein Teil musste also auf die Straße verlagert werden. So wurde zeitweise, wie berichtet, auch das Sonntagsfahrverbot für LKW aufgehoben.
Zu den wichtigsten Transportgütern auf Bayerns Wasserstraßen zählen Erze, Steine und Erden, Erzeugnisse der Land- und Forstwirtschaft und Nahrungs- und Genussmittel.
Insgesamt wurden im Freistaat in diesem Jahr über 2,4 Millionen Tonnen auf den Flüssen transportiert.