Würzburg: Bürgerbegehren gegen Multifunktionsarena kommt

Seit Jahren wird in Würzburg über eine neue Multifunktionsarena diskutiert. Dabei ging es immer wieder um zentrale Fragen: Wo soll die Arena gebaut werden? Wie groß soll sie werden? Und welchen finanziellen Beitrag kann und soll die Stadt leisten?
Nachdem in diesem Jahr das Grundstück gekauft wurde und jetzt auch über die Baugenehmigung abgestimmt werden soll, bringt die Bürgerinitiative „Arena mit Augenmaß“ ein Bürgerbegehren auf den Weg.
Ziel der Initiative ist es, die finanzielle Beteiligung der Stadt an der Multifunktionsarena platzen zu lassen – da geht es um über 34 Millionen Euro. Seit Donnerstag liegen Unterschriftenlisten aus.
Mindestens 5.000 gültige Unterschriften werden benötigt, damit es zum Bürgerentscheid kommen kann. Dieses Ziel soll noch in diesem Jahr erreicht werden, heißt es.
Die Initiatoren argumentiert damit, dass vergleichbare Großarenen in anderen Städten dauerhaft Verluste machen. Außerdem halten sie den Standort für ungeeignet, unter anderem wegen der Auswirkungen auf den Verkehr und das Klima.
Aus Sicht der Initiative sollte die Stadt ihr Geld stattdessen in andere Projekte investieren – etwa in die Sanierung von Schulen, die Modernisierung des Congress Centrums oder den Ausbau der Straba Linie 6 ins Hubland.
Gleichzeitig betonen die Beteiligten, dass sie grundsätzlich nicht gegen eine Arena sind. Sie fordern aber einen anderen Standort und eine kleinere Veranstaltungshalle – ähnlich der KIA-Arena in Nürnberg.