Wiesenfeld: Plädoyers in Mord-Prozess gehen weiter

Vor dem Würzburger Landgericht werden am Montag die Plädoyers im sogenannten Wiesenfeld-Prozess fortgesetzt. Die Verteidigung hält noch ihre Abschlussrede. Es ist davon auszugehen, dass sie auf Freispruch plädieren wird. Die Tat liegt mehr als 30 Jahre zurück, das heißt der wegen Mordes angeklagte 49-Jährige kann auch nur für Mord verurteilt werden, alles andere wäre verjährt.
Vergangene Woche hatte bereits die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyers gehalten und sechseinhalb Jahre Gefängnis gefordert.
Im Prozess hatte er sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er soll 1993 eine 13-jährige auf einem Reiterhof in Wiesenfeld missbraucht und getötet haben, so die Anklage.
Der Mann wurde bereits 2024 zu einer Jugendstrafe verurteilt, weil aber sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung in Revision gegangen waren, musste der Prozess komplett von vorne aufgerollt werden.