Punk übernimmt an Halloween das Theatrium Steinau
Von Grunge über Bembelpunk bis zu Punkrock: Vier regionale Bands stehen beim PiT 2026 auf der Bühne des Theatriums
Ein Theater als Treffpunkt für die regionale Punk- und Rockszene: Am Samstag, 31. Oktober, feiert im Theatrium Steinau das neue Konzertformat „PiT2026 – Punk im Theater“ Premiere. Vier Bands aus Gelnhausen, Hammersbach und Wöllstadt stehen an diesem Abend auf der Bühne. Musikalisch reicht das Programm von Grunge über Bembelpunk bis zu deutschsprachigem Rock und Punkrock. Konzertbeginn ist um 20 Uhr.
Mit PiT2026 setzt das Theatrium seine Reihe musikalischer Veranstaltungen fort und widmet einen ganzen Abend der regionalen Punk- und Rockszene. Die Idee dahinter: Vier Bands mit unterschiedlichen musikalischen Einflüssen teilen sich eine Bühne, die sonst auch von Schauspielern und Theaterfiguren genutzt wird. Die unmittelbare Nähe zwischen Musikern und Publikum verleiht dem Konzert einen besonderen Rahmen. Wer dabei an gedämpfte Lautstärke und gepflegte Zurückhaltung denkt, dürfte sich allerdings täuschen.
Den Auftakt übernehmen Appletree aus Gelnhausen. Die vierköpfige Band hat sich unter dem Motto „Hymns for the misfits“ dem Soundtrack für Außenseiter verschrieben. Ihre Musik bewegt sich zwischen Rock und Grunge, geprägt von verzerrten Gitarren, rauem Sound und einer gehörigen Portion Eigensinn.
Anschließend stehen Puking Weazel aus Hammersbach auf der Bühne. Die vier Musiker bezeichnen ihre Musik als Bembelpunk und verbinden schnelle Melodien mit Texten, die sich auch ernsten Themen widmen. Krieg, psychische Erkrankungen, soziale Medien und Umweltzerstörung finden darin ebenso Platz wie die Lust am gemeinsamen Feiern. Mitsingen und Pogo gehören für die Band ausdrücklich dazu.
Mit Die Panzerkekse aus Gelnhausen folgt eine Formation, die seit mehr als zehn Jahren in der regionalen Musikszene unterwegs ist. Die fünf Musiker präsentieren energiegeladenen deutschsprachigen Rock und ihr aktuelles Bühnenprogramm „WIR KOMMEN IN FRIEDEN!“. Angesichts des Bandnamens und der zu erwartenden Lautstärke darf diese Ankündigung durchaus mit einem Augenzwinkern verstanden werden. Auch ihr bekannter Song „One Way Ticket“ gehört zum Repertoire.
Den Abschluss des Abends gestalten Juicy Roadkill aus Wöllstadt. Die vierköpfige Band um Frontfrau Lisa steht für druckvollen Punkrock, gesellschaftskritische Texte und eine intensive Bühnenperformance. Seit 2015 ist die Formation live unterwegs und hat inzwischen mehr als 80 Konzerte gespielt. Im Frühjahr 2025 veröffentlichte sie ihr zweites Album. Musikalisch verbinden Juicy Roadkill die Energie des Punkrocks mit melodischen Gitarrenparts und experimentierfreudigen Arrangements.
Dass die Premiere von PiT2026 ausgerechnet auf Halloween fällt, hat auch Auswirkungen auf die Kleiderordnung. Zwar besteht keine Kostümpflicht, doch wer verkleidet zum Konzert erscheint, wird belohnt: Alle Besucherinnen und Besucher im Halloween-Kostüm erhalten ein Freigetränk.
„PiT2026 – Punk im Theater“ beginnt am Samstag, 31. Oktober 2026, um 20 Uhr im Theatrium Steinau (Am Kumpen 2–4). Einlass ist 19 Uhr. Das Theater hat eine neue solidarische Preisstaffelung eingeführt, um auch Menschen den Besuch zu erleichtern, die gerade knapp bei Kasse sind. Neben dem Normalpreis von 20 Euro gibt es deshalb den Kleinen Preis von 14 Euro, für den kein Nachweis erforderlich ist. Wer das Theatrium und günstigere Tickets für andere unterstützen möchte, kann den Förderpreis von 26 Euro wählen. Tickets gibt es unter theatrium-steinau.de, unter der Hotline 069 902 83 986 sowie an allen Reservix-Vorverkaufsstellen.