Metall ist robust, Kunststoff günstig - und Holz? Regalsysteme im Laden mit Fokus auf Nachhaltigkeit

 — © Bild: pixabay.com
Bild: pixabay.com

Raumgestaltung, Warenpräsentation und -aufbewahrung: Regalsysteme aus Holz sind weit mehr als einfach nur ein Möbelstück im Laden. Wie der Raum wirkt, welche Zielgruppe angesprochen wird und was gekauft wird - das alles hängt an der Art der Regale.

Die Raumgestaltung eines Ladens ist nie eine rein pragmatische Angelegenheit, sondern hat viel mit Zielgruppe, Image und Atmosphäre zu tun. Ladenflächen können mit wenigen Regalen offen und luftig gestaltet sein. Das strahlt Exklusivität aus, denn wenige Regale präsentieren einzelne, ausgewählte Produkte als das Besondere. In Weiß gehalten, kommt sofort das Image der Apple-Showrooms auf. Das Gegenteil davon sind Räume, die mit Regalen so zugestellt sind, dass sich Ihre Kunden und Kundinnen dazwischen kaum bewegen können. Das muss nicht negativ sein, es spricht lediglich andere Menschen an. In so einem Laden sind die Regale oft überbordend mit einer auf den ersten Blick chaotisch wirkenden Vielfalt von Waren beladen. Das lädt die Kundschaft zum Stöbern ein, weckt die Lust am Suchen und Finden. Die meisten Läden bewegen sich zwischen diesen beiden Extremen.

Struktur und Ordnung: Kunden lenken

Etwa 15 Sekunden lang suchen Kunden und Kundinnen in der Regel nach einem Produkt. Dann geben sie auf, verlassen den Laden und gehen zur Konkurrenz. Übersichtlich und strukturiert gestaltete Regalsysteme stellen sicher, dass Ihre Kunden die benötigten Artikel schnell finden. Deshalb sollten die Regalsysteme in deutlich unterschiedlichen Themenbereiche aufgeteilt sein. Nicht falsch verstehen: Sie wollen Ihre Kundschaft damit nicht möglichst schnell und einfach durch den Verkaufsraum lotsen. Denn kurze Aufenthaltsdauer bedeutet auch, dass wenig gekauft wird. Sie wollen aber zufriedene Kunden und Kundinnen. Kundschaft, die die gewünschten Produkte in angenehmer Atmosphäre schnell findet, fühlt sich wohl und ist in Kauflaune versetzt. Das wirkt also umsatzsteigernd.

Achten Sie darauf, dass die Regale immer eine ausreichende Anzahl an Waren enthalten. Niemand soll auf die Idee kommen, dass Ihr Laden ständig ausverkauft ist. Noch besser ist jedoch, wenn das Regal Raum für kleinere Lücken lässt. Denn das suggeriert, dass Ihre Waren bei den Kunden und Kundinnen beliebt sind. Die sogenannten "Grifflücken" sind kalkulierte Kaufanreize, keine Platzverschwendung.

Holz, Metall, Kunststoff? Material schafft Atmosphäre

Nehmen Sie beim Einkauf bewusst wahr, aus welchem Material die Regalsysteme im Geschäft hergestellt sind? Vermutlich bemerken die wenigsten Menschen das. Unbewusst nehmen Sie es aber dennoch wahr. Farbe, Haptik und Raumluft transportieren das Material. Regalsysteme aus Holz haben einen typischen Eigengeruch und lassen Räume warm und natürlich erscheinen. Das Holz suggeriert Naturnähe und wird von den meisten Menschen mit Qualität und Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Regale aus Metall dagegen wirken kostengünstig, robust und stark. Das sind keine negativen Aspekte, aber sie unterscheiden sich doch deutlich. Kunststoffe werden dagegen am ehesten als praktisch, kostengünstig und hygienisch wahrgenommen.

Die Einrichtung Ihrer Ladenräume transportiert also allein durch das für das Mobiliar verwendete Material schon Wertungen, die zu Ihrer Zielgruppe passen müssen. Aber nicht nur die Zielgruppe spielt eine Rolle, sondern auch die Waren, die Sie verkaufen. Holz korrespondiert als natürliches Material mit dem Anspruch auf Natürlichkeit, sei es bei Lebensmitteln, Kleidung, Drogerieartikel oder Kinderspielzeug.

Sich von der Konkurrenz abheben und trotzdem Zeitgeist bedienen

In den letzten Jahren sind besonders im Bereich von Lebensmitteln (vorwiegend Obst und Gemüse, Nüsse, Brot und andere Grundnahrungsmittel) rustikale Einrichtungen in Mode gekommen, die an einen dörflichen Marktplatz erinnern. Pflastersteine auf dem Boden, Holzregale und Körbe aus natürlichem Material statt der bislang in Supermärkten üblichen Kunststoffschütten vermitteln eine urtümliche, ruhige Atmosphäre, die mit der Unschuld eines Dorfmarkts in Verbindung gebracht wird. Regalsysteme aus Holz waren im Bio-Segment schon immer zu Hause, und zwar nicht nur im Bereich von Lebensmitteln. Auch bei Körperpflege und Bekleidung hat sich das Material in der Einrichtung bewährt.

Regalsysteme aus Holz gibt es in allen Preisklassen und Größenordnungen, als modulare, erweiterbare Systeme wie auch als besonders platzsparende und ökonomische Version. Holz lässt sich extrem gut verarbeiten, ist haltbar und robust. Mit der richtigen Oberflächenbehandlung stehen die Regale in Sachen Hygiene und Widerstandsfähigkeit anderen Regalsystemen in nichts nach. Legen Sie als Ladenbesitzer besonderen Wert darauf, sich von anderen Geschäften abzuheben, lassen Sie Ihre Regalsysteme aus Holz individuell anfertigen.

Das könnte Dich auch interessieren

Bild: RDNE Stock project auf Pexels.comEntrümpelung planen: So wird aus dem Räumen ein klarer AblaufEine Wohnung soll übergeben werden, ein Keller ist über Jahre vollgestellt oder ein Haus muss für eine neue Nutzung frei werden. Wer vor einer Entrümpelung steht, sieht zunächst oft nur die Menge der Dinge. Hilfreicher ist eine einfache Reihenfolge: zuerst den Umfang erfassen, dann Persönliches sichern und über den übrigen Bestand entscheiden. Erst danach lässt Bild: Helena Jankovičová Kováčová / Pexels.comNeuer Brautmoden-Store in Aschaffenburg: Was Brautpaare am Bayerischen Untermain jetzt erwartetIn Aschaffenburg gibt es seit Kurzem eine neue Adresse für Brautmode: Hochzeitshaus Boos hat im Schwalbenrainweg seinen sechsten Store eröffnet. Brautkleider in den Größen 32 bis 60, Standesamtmode, Umstandsbrautmode und Hochzeitsanzüge gibt es hier unter einem Dach. Für Brautpaare aus der Region ist der Store eine zusätzliche Anlaufstelle – ein Detail zur Terminplanung sollten sie Bild: RDNE Stock project auf PexelsGrabmal auswählen: Diese Fragen sollten Angehörige vor dem Entwurf klärenEin Grabmal soll an einen Menschen erinnern und zugleich zu der Grabstätte passen, an der es steht. Angehörige denken dabei häufig zuerst an eine Form, einen Stein oder eine Inschrift. Für einen umsetzbaren Entwurf lohnt sich eine andere Reihenfolge: Zunächst müssen die Grabart und der konkrete Friedhof feststehen. Danach lassen sich die örtlichen Vorgaben prüfen Bild: Pam Patterson from PixabayReiseimpfungen rechtzeitig planen: Was Fernreisende aus Blomberg beachten solltenWer eine Fernreise plant, sollte sich spätestens sechs bis acht Wochen vor Abflug um den Impfschutz kümmern. Denn manche Impfungen benötigen mehrere Dosen im Abstand von Wochen, andere entfalten ihre volle Wirkung erst nach einiger Zeit. Wer erst kurz vor der Abreise handelt, riskiert einen unvollständigen Schutz oder muss die Reisepläne anpassen. Auch in Blomberg
expand_less