Die Softwarelösung Shopware zählt sicherlich zu den bekanntesten Shopsystemen im deutschsprachigen Raum. Bereits im Mai dieses Jahres wurde die Developer Version von Shopware 6 auf dem Shopware-Community-Day der Öffentlichkeit vorgestellt. Besonders Entwickler konnten sich mit der Versionen einen umfassenden Eindruck von den neuen Funktionen machen. Was also ist neu in der Version 6 und, was müssen Händler und Shop-Betreiber beachten?

Von Grund auf neu

Shopware 6 wurde von Grund auf neu entwickelt. Sowohl die Code-Basis als auch die Datenbank sind neu, auffällig ist vor allem die neue Administrationsoberfläche. Viele der bekannten Funktionen aus Version 5 sind optimiert worden und um einige weitere ergänzt worden. Die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Komplett überarbeitetes Backend

Im Backend fallen die Neuerungen am schnellsten ins Auge. In der neuen Version hat sich Shopware komplett von der klassischen Fensteransicht im Backend verabschiedet. Als neues Admin-Panel setzt Shopware auf das flexible Vue.js. Somit lässt sich auch endlich von mobilen Endgeräten in sämtliche Bereiche des Backend vordringen, was bislang nur relativ kompliziert mit einem zusätzlichen Plugin möglich war. Nicht nur die Tatsache, dass das Backend nun komplett responsive ist, kann vor allem die Geschwindigkeit des neuen Adminbereichs überzeugen. Insgesamt lassen sich Ähnlichkeiten des neuen Admin-Backend mit dem Shopify Admin-Bereich nicht verbergen.

Variantendetails anpassen

Im Backend lassen sich Produktvarianten jetzt individuell anpassen. Dabei können bestimmte Details vom Hauptprodukt übernommen werden oder aber aufgehoben und pro Variante individuell eingestellt werden. Die sogenannte Vererbung von Eigenschaften des Elternprodukts lassen sich somit individuell anpassen.

Erlebniswelten

Bislang war diese Funktion als Einkaufswelten bekannt. Die Erlebniswelten bei Shopware 6 erlauben nun zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten. Auf diese Weise lassen sich auch ohne große technische Kenntnisse einzelne Templates individuell gestalten. Dazu steht auch ein umfangreiches Set neuer Blöcke zur Verfügung. So können Templates für wirklich einzigartige Einkaufserlebnisse erstellt werden.

Änderungen im Frontend

Auch das Frontend setzt sich in Shopware 6 komplett neu zusammen. Allgemein geht es mehr in Richtung PWA (Progressive-Web-App), was bei der Gestaltung von Webseiten zahlreiche Funktionen ermöglicht, die zuvor nur nativen Apps vorbehalten waren. Dies ist mit einer Erweiterung für Shopware 6 bereits heute schon möglich.

Datenschutz und Rechtssicherheit

Angesichts der immer strenger werdenden Datenschutzbestimmungen für Shop-Betreiber aus EU-Ländern, sind die neuen Funktionen bezüglich des Datenschutzes eine ungemeine Erleichterung. In den schwierigen Bereichen Datenschutz und Rechtssicherheit werden Shop-Betreiber auch weiterhin seitens der Software unterstützt. Beispielsweise gibt es automatische Datenschutzhinweise für Bereiche, an welchen personenbezogene Daten übertragen werden. Rechtssichere Warenkörbe, Sternchen-Texte, steuerrelevante Hinweise oder auch Geoblocking Funktionen sollen in künftigen Updates folgen.

Noch diesen Monat soll das erste Update auf Version 6.1 erfolgen und folgende zusätzliche Funktionen umfassen:

  • komplettes SEO-URL Handling
  • Formulare
  • Rabatte und Kampagnen

 

Was gilt es bei einem Wechsel von Shopware 5 auf Version 6 zu beachten?

Ein Versionswechsel ist prinzipiell auch unter Mitnahme von Daten aus Version 5 problemlos möglich. Plugins allerdings können nicht übernommen werden. Unter Umständen ist der Versionswechsel somit mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden, gerade, wenn bestehende Shops 1 zu 1 in die neue Version eingepflegt werden sollen. Wer also mit dem Gedanken eines Wechsels spielt, der sollte schon jetzt mit den Planungen und Vorbereitungen beginnen. Agenturen können dabei eine große Hilfe sein. Wichtig ist dabei ein möglichst frühzeitiger Kontakt mit einer Agentur. Ein professioneller Dienstleister wie etwa die intoCommerce Shopware Agentur kann von der Beratung und Konzeption über die Umsetzung einzelner Anforderungen bis hin zum Betrieb des gesamten Shops inklusive Betreuung unterstützen. In den seltensten Fällen können Online-Shops alle diese Dinge in Eigenregie durchführen, insbesondere Anfänger können stark von der Expertise eines erfahrenen Dienstleisters profitieren. Auch bei einem Upgrade helfen externe Agenturen dabei, den Wechsel so reibungslos und schnell wie möglich zu gestalten.

Für wen eignet sich ein Update?

Es ist nicht erforderlich, bereits jetzt auf die neue Version umzusteigen, wenn man keinen akuten Bedarf nach den neuen Funktionen hat. Shopware 5 wird nach Aussage der Entwickler noch bis Ende 2021 weiterentwickelt, sodass ein Umstieg nicht zwangsläufig notwendig ist. Wenn allerdings ein komplett neuer Shop aufgebaut werden soll oder einige der neuen Funktionen unverzichtbar für den Betrieb des Shops sind, kann im Shopware Demoshop sowohl das Frontend als auch das Backend austesten und sich so selbst ein Bild von den Veränderungen machen.

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