Unterfranken: Bund Naturschutz kritisiert geplantes Wassergesetz

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Am Mittwoch will der bayerische Landtag das neue Wassergesetz verabschieden. Der Bund Naturschutz warnt jetzt noch einmal: Die vorgesehenen Ausnahmen könnten sich gerade für Unterfranken fatal auswirken.

Zentraler Bestandteil des Gesetzes ist der Wassercent, der sich nach dem Verbrauch richtet. Pro 1.000 Liter verbrauchtes Wasser werden 10 Cent fällig. Umgerechnet auf den durchschnittlichen Jahresverbrauch wären das pro Nase fünf Euro im Jahr.

Den Bund Naturschutz Unterfranken treiben die geplanten Ausnahmen auf die Barrikaden, gerade im Hinblick auf die landwirtschaftlich intensiv genutzte Bergtheimer Mulde.

Im Gesetz ist auch vorgesehen, dass jeder Brunnenbesitzer eine Freimenge von 5 Millionen Litern pro Jahr haben soll. Schließen sich Landwirte zu einem Bodenverband zusammen, wäre der sogar komplett vom Wassercent befreit.

Für das Grundwasser in der Bergtheimer Mulde wäre das eine Katastrophe, so der BN. Der Wassercent solle eigentlich zum Wassersparen und damit zum Grundwasserschutz anhalten, für Großverbraucher werde das durch die Ausnahmen quasi ausgehebelt.

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