Unterfranken: Hohe Spritkosten im Nahverkehr bemerkbar

Die Auswirkungen der hohen Spritpreise sind in der Region nicht nur am eigenen Geldbeutel zu spüren – auch bei Unternehmen des Öffentlichen Nahverkehrs machen sich die hohen Kosten bundesweit bemerkbar.
Das ist auch in der Region der Fall, wie der Nahverkehr Mainfranken (NVM) auf Anfrage mitteilt. Auswirkungen auf die Fahrgäste haben die hohen Spritpreise vorerst aber nicht – laut NVM werden sie sich erstmal weder auf die Ticketpreise auswirken, noch dazu führen, dass Linien in ländlichen Regionen reduziert werden oder gar wegfallen.
Zwar besteht immer, unabhängig der hohen Spritkosten, die Möglichkeit, dass nicht oft genutzte Fahrten reduziert werden. Der NVM sieht aber viel mehr eine Chance für mehr Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, da die Menschen weniger mit dem Auto fahren wollen.
Elektrobusse als mögliche Lösung
Die Problematik der hohen Kraftstoffpreise sei ein wiederkehrendes Thema, deswegen rücke auch E-Mobilität zunehmend in den Fokus. So sind beispielsweise in Würzburg und Schweinfurt bereits mehrere Elektrobusse im Einsatz. Und auch in den Landkreisen soll in den kommenden Jahren zunehmend auf strombetriebene Busse gesetzt werden.
Zum Hintergrund
Angesichts der hohen Spritpreise hatten Verkehrsunternehmen Ende März Hilfe von der Politik gefordert. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen befürchtete, dass besonders im ländlichen Raum Linien reduziert oder gar wegfallen könnten.