Unterfranken: Mehr Abschiebungen – Weniger Asylbewerber

Deutlich mehr Abschiebungen und weniger neue Asylbewerber. In Unterfranken ist die Migration im letzten Jahr zurückgegangen.
Wie Zahlen der Regierung von Unterfranken zeigen, sind 2025 rund 2.800 neue Asylbewerber in die Region gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein deutlicher Rückgang um über 43 Prozent.
Gleichzeitig hat auch die Zahl der Rückführungen zugenommen. Mit rund 500 Menschen mussten im Vergleich zum Vorjahr fast doppelt so viele Unterfranken wieder verlassen – oder zurück in ihre Heimat gehen.
Zu den häufigsten Herkunftsländern der neu angekommenen Flüchtlinge zählten zuletzt die Ukraine, Afghanistan, Algerien und Somalia.
Abschiebungen können immer wieder verhindert werden
Immer wieder sollen auch Menschen abgeschoben werden, die sich gut in der Region integriert haben. Hin und wieder kann das aber auch abgewendet werden.
In Retzbach konnte im letzten Jahr verhindert werden, dass Fabrice zurück an die Elfenbeinküste musste. Damit war auch klar, dass er seine Maurer-Ausbildung beginnen kann.
Auch Kelvin aus Würzburg-Heidingsfeld durfte hier bleiben. In seinem Fall hatte die Härtefallkommission entschieden, dass er eine Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis bekommt.
Bei einem aktuellen Fall aus Schweinfurt ist der Ausgang noch unklar. Latevi Lawsons soll gemeinsam mit seiner Schwester und seiner Mutter Schweinfurt verlassen. Dagegen wurde eine Petition gestartet.
Zudem soll am Dienstag eine Familie aus dem Landkreis Main-Spessart nach Armenien abgeschoben werden. Dagegen ist erst am Freitag protestiert worden.