Zahlreiche Anhänger der Fußballklubs aus der Region blicken gespannt auf die entscheidende Saisonphase vor der Winterpause. Schon in der Hinrunde bahnte sich die eine oder andere Überraschung in den Tabellen des deutschen Profifußballs an. Doch wie sieht es mit der Zwischenbilanz der Teams aus, die wieder mit großen Ambitionen in die Saison gestartet sind?

Die Würzburger Kickers im Blick

Natürlich waren sich die Würzburger Kickers der Größe der Aufgabe nach dem Abstieg in die dritte Liga bewusst. Bereits in der vergangenen Rückrunde war es nicht mehr möglich, einen Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Nach dem sportlichen Höhenflug folgte als logische Konsequenz die bis heute anhaltende Talfahrt. An und für sich war es der jetzigen Neustrukturierung des Teams geschuldet, dass sich kaum jemand an eine Prognose zur aktuellen Saison wagte. Zu groß schienen die Veränderungen zu sein, die einen Blick in die Zukunft nicht zuließen. Die Bundesligaergebnisse werden seither nur noch nebenbei verfolgt, während der Fokus in Würzburg Gegnern wie Sonnenhof Großaspach oder Rot-Weiß Erfurt gilt.

Aktuell liegen die Würzburger Kickers nur auf einem mauen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Zwar scheint das Team von Trainer Michael Schiele inzwischen in der Liga angekommen zu sein, doch noch immer fehlt es an der notwendigen Konstanz in den Ergebnissen. Mehr als eine schlechte einstellige Platzierung dürfte am Ende der Spielzeit aus diesem Grund kaum möglich sein. Zu loben ist derweil die klare Strategie, für die sich die Verantwortlichen nach dem katastrophalen sportlichen Ende der vergangenen Saison entschieden haben. Im Mittelpunkt stehen von nun an junge Spieler, die ihr Potenzial idealerweise im Laufe der nächsten Monate entfalten sollen. Auf einer solchen Grundlage könnte es tatsächlich gelingen, das Ruder herumzureißen und wieder selbst auf einer Welle des Erfolgs zu schwimmen. Selbst der erneute Aufstieg in die 2. Liga stellt in den Augen vieler Fans angesichts des großen Potenzials der Spieler für die kommenden Jahre ein realistisches Ziel dar.

Der 1.FC Schweinfurt 05

Noch etwas geringer ist die sportliche Bedeutung des 1.FC Schweinfurt 05 in der Regionalliga. Doch dem Team von Trainer Gerd Klaus liegt viel daran, sich selbst wieder aus dieser Lage zu befreien und sportlichen Mut zu schöpfen. Er selbst konnte seit seinem Amtsantritt im Jahr 2012 bereits einige Erfolge in die Wege leiten, die langfristig auch mit dem Aufstieg in die 3. Liga belohnt werden könnten. Dann wäre es für die Mannschaft möglich, den ewigen Konkurrenten aus Würzburg im direkten Duell zu treffen, nachdem bis vor kurzer Zeit noch zwei Ligen zwischen den beiden Mannschaften lagen.

Obwohl es Schweinfurt 05 mit dem jungen Kader in der aktuellen Saison gelang, klare Akzente zu setzen und zur Spitzengruppe in der Tabelle aufzuschließen, ist der Weg noch lang. Schließlich würde selbst eine Meisterschaft in der Regionalliga Bayern noch nicht den sicheren Aufstieg in die dritte Liga bedeuten. Es ist das etablierte System, das den Aufstieg deutlich unwahrscheinlicher werden lässt, als ihn die sportliche Situation in diesen Tagen andeutet. Besonders wichtig wird auch sein, aktuelle Leistungsträger wie Adam Jabiri zu halten und damit die sportliche Konstanz in der Liga weiter zu fördern. Dann kann auch der Aufstieg in die dritte Fußballliga in den kommenden Jahren definitiv gelingen.

 

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