Das Factoring ist eine Geschäftspraxis, wo Unternehmen finanziert werden. Normalerweise findet das Factoring außerhalb des Rahmenvertrages statt. Im Zentrum des Factorings steht der regelmäßige Forderungsverkauf. Das Unternehmen verkauft eine Forderung. Die Forderung stellt eine offene Rechnung gegen einen Kunden an ein anderes Unternehmen dar. Dies wird als Factor bezeichnet. Die Forderung gehört nach dem Verkauf dem Factoring-Unternehmen, welches die Forderung anschließend gegenüber dem Kunden geltend macht. Oftmals umfasst das Factoring auch Inkassodienstleistungen.

Was sind die Komponenten des Factorings?

Neben dem Verkauf der Forderungen, gibt es im Factoring auch weitere Komponenten. Ein wichtiges Kriterium ist beispielsweise das Delkredere. Man versteht darunter die Übernahme der Garantie für die Zahlungsunfähigkeit eines Schuldners durch das Factoring-Unternehmen. Wenn der Kunde gar nicht zahlt, so muss der Factor ein Risiko eingehen.

Darüber hinaus gehört auch die Vorfinanzierung der Forderung zum Factoring. Sofern ein Unternehmen eine berechtigte Forderung gegen einen Kunden hat, so muss es oft einige Zeit auf die fällige Zahlung warten. Diese Wartezeit fällt beim Factoring aber nicht. Der Factor finanziert die Forderung an den Kunden vor. Somit bekommt das Unternehmen das Geld nicht erst nach 30 Tagen, sondern sofort.

Dadurch ergibt sich natürlich ein unheimlich großer Spielraum. Das Unternehmen kann Engpässe schließen und weiterhin immer liquide bleiben. Sehr oft sind Vorfinanzierungsraten von 80 bis 90 Prozent möglich. Der Rest der Forderung geht an das Unternehmen, wenn der Kunde gezahlt hat.

Ein weiterer Teil des Standard-Factorings ist die Übernahme des Debitorenmanagements. Dazu zählt die Debitorenbuchhaltung, die Bonitätsprüfung, das Mahnwesen und Inkasso. Diese Dienstleistungen werden vom Factoring-Unternehmen für die Kunden übernommen. Der Factoring-Nehmer verschickt keine Mahnungen mehr.

Die Vorteile des Factorings

Unternehmen aller Größen brauchen Finanzierungsmittel. Auf diese Weise können sie ihre Liquidität erhöhen. Plötzlich hat das Unternehmen mehr Geld zur Verfügung. Statt das es lange auf Zahlungen der Forderungen warten muss, hat es sofort die notwendigen finanziellen Mittel. Dies hat unterschiedliche positive Effekte. Wenn sich die Liquidität erhöht, verbessert sich die Eigenkapitalquote. Gleichzeitig verbessert sich auch lang- und mittelfristig die Bonität des Unternehmens.

Wenn das Unternehmen einen Kredit beantragen sollte, wird es mithilfe des Factorings bessere Chancen haben. Darüber hinaus schützt das Unternehmen vor einem Forderungsausfall. Sofern die fällige Forderung nicht eingetrieben werden kann, wird der Verlust durch das Delkredere aufgefangen.

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