Würzburg: Cold-Case Wiesenfeld geht weiter

Nach gut fünf Wochen Pause geht am Montag der Cold-Case-Prozess um den Mord an einer 13-Jährigen aus Wiesenfeld weiter.
Es werden weitere Zeugen gehört und auch die Beweisaufnahme läuft noch. Zuletzt war die Verhandlung unterbrochen worden, nachdem die Verteidigung mehrere Befangenheitsanträge gestellt hatte.
Inzwischen wurde, wie berichtet, eine Schöffin aus dem Verfahren genommen und durch eine andere ersetzt. Denn: die Laienrichterin hatte über familiäre Verbindungen Kontakt zu einem früheren Beschuldigten. Zudem lebte sie selbst in Wiesenfeld, dem Tatort.
Der Prozess findet weiterhin unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, weil der Angeklagte zum Tatzeitpunkt unter 21 Jahre alt war.
Zum Hintergrund
Vor mehr als 30 Jahren soll ein damals 13-jähriges Mädchen auf einem Reiterhof in Wiesenfeld sexuell missbraucht und dann zu Tode gequält worden sein.
Der Angeklagte geriet ins Visier der Ermittler, weil seine DNA auf dem Slip des Mädchens gefunden wurden. Er selbst schweigt zu den Vorwürfen.
In einem ersten Prozess wurde er bereits wegen Mordes verurteilt – dagegen war die Verteidigung aber in Revision gegangen.