Es geht um den Vorwurf der Volksverhetzung: am Donnerstag nächster Woche steht ein ehemaliger Funktionär der Gilde Giemaul in Würzburg vor Gericht. Er hatte in einer vereinsnahen WhatsApp Gruppe Bilder verbreitet, die für die Staatsanwaltschaft volksverhetzend sind. Darunter ein Wehrmachtssoldat mit MG, der Text dazu spricht von über 1.000 abgelehnten Asylanträgen pro Minute. Einen Strafbefehl hatte der Mann abgelehnt, deswegen nun die Verhandlung vor Gericht. Er hatte sich im Herbst von jedem rechten Gedankengut distanziert, die Bilder habe er seinerzeit unter einem satirischen Aspekt gesehen, das sei eine naive Einschätzung gewesen. Für Kritik hatte auch das Verhalten der Gilde Giemaul gesorgt. Etliche Mitglieder waren in der betroffenen WhatsApp Gruppe und hatten die Bilder geduldet. Die damalige zweite Gesellschaftspräsidentin, die die Vereinsführung zum Handeln aufgefordert hatte, wurde intern angefeindet. Sie trat freiwillig aus dem Gilde Giemaul aus und kam so einem Ausschluss zuvor.
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