Vor dem Würzburger Landgericht hat am Dienstag der zweite sogenannte Bierkarussell-Prozess begonnen. Direkt nachdem die Anklage verlesen wurde, wurde die Verhandlung allerdings auf den 25. November vertagt. Der Grund: Neue Aktenbestandteile sind aufgetaucht und müssen zunächst von der Verteidigung gesichtet werden. Vor Gericht steht ein 56-Jähriger, der als Bindeglied zwischen der international agierenden Bande und einem Mann aus Würzburg fungiert haben soll. Ihnen wird vorgeworfen, Bier aus Frankreich auf dem Papier nach Deutschland geliefert und hier zu einem niedrigen Satz versteuert zu haben. In Wahrheit wurde es nach England verkauft. Damit entstand ein Steuerschaden von rund 35 Millionen Euro. In einem ersten Prozess wurde bereits der Komplize des Angeklagten verurteilt. Er muss für fünf Jahre ins Gefängnis.
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