Prozessauftakt um einen mutmaßlichen Steinewerfer vor dem Würzburger Landgericht. Der 30-jährige Beschuldigte hat am Donnerstag zugegeben, im März von einer Brücke bei Veitshöchheim Steine und einen Gullydeckel auf die B27 geworfen zu haben. Ein Stein hatte die Windschutzscheibe eines darunter fahrenden Autos durchbrochen. Der Fahrer und dessen achtjähriger Sohn blieben wie durch ein Wunder unverletzt. Vor Gericht erklärte der 30-Jährige, er könne sich an die Tat nicht erinnern. Er verstehe auch nicht, warum er das getan habe und er habe niemanden verletzen wollen. Der Asylbewerber war vor der Tat nach eigener Aussage obdachlos. Die Richter entscheiden über ein mögliches Sicherungsverfahren – denn aufgrund psychischer Probleme ist der Beschuldigte höchstwahrscheinlich schuldunfähig. Eine Rolle spielen dabei möglicherweise traumatische Erlebnisse, die er auf seiner Flucht aus Eritrea gemacht hat. Am Freitag wird das Verfahren fortgesetzt. Dann wird auch ein Sachverständiger aussagen.
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