Ein Jahr und drei Monate auf Bewährung – diese Jugendstrafe hat das Amtsgericht Würzburg am Dienstagnachmittag gegen einen Polizei-Azubi gefällt. Zusätzlich muss der Angeklagte 2.400 Euro in Raten á 100 Euro an die Eltern des Verstorbenen zahlen. Der 21-Jährige hatte einen Kameraden bei einer gemeinsamen Schießübung fahrlässig getötet. Zuvor hatte er seine Waffe nicht ordnungsgemäß entladen, weshalb sich noch eine Patrone darin befand. Bei der Schießübung drückte er dann ab und verletzte dabei seinen Kameraden versehentlich lebensgefährlich am Hinterkopf. Zu Prozessauftakt hatte der Angeklagte bereits über seinen Verteidiger erklären lassen, alle Vorwürfe zuzugeben. Er habe nachlässig gehandelt und deshalb die Waffe nicht richtig entladen. Er sei sich bewusst, dass er schwere Schuld auf sich geladen habe, für die er jetzt bestraft werden müsse, hieß es weiter. Zudem würde der Angeklagte sich wünschen, das Unglück ungeschehen machen zu können. Auch im Schlusswort entschuldigte er sich nochmals. Im Laufe des Verfahrens wurden sieben Zeugen vernommen – darunter ein Sachverständiger des Landeskriminalamts Nürnberg. Dieser gab eine Erklärung zur Waffe ab. Die Pistole war nach Aussage eines Gerichtssprecher zum Zeitpunkt des Unglücks erst seit etwa einer Woche im Dienst verwendet worden. Von außen sei nicht zu erkennen, ob sie geladen oder ungeladen ist. Der Vorfall hatte sich vor etwas mehr als einem Jahr ereignet. Vor einer Schicht hatten die beiden Polizeischüler auf ihrer Stube einen Ernstfall nachgespielt. Das spätere Opfer zog die Waffe und richtete sie auf ein Fenster. Der direkt hinter ihm stehende 21-Jährige zog ebenfalls hoch … und drückte ab, ohne zu wissen, dass seine Waffe scharf war. Der tödliche Schuss traf seinen Kumpel in den Hinterkopf. Der ehemalige Polizeischüler hat damit gegen den Grundsatz verstoßen, auch eine entladene Waffe stets wie eine scharfe zu behandeln.
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