Nach Vorwürfen, er habe Schwimmerinnen sexuell belästigt und genötigt, ist der Würzburger Schwimm-Bundestrainer Stefan Lurz von seinem Amt zurückgetreten. Das bestätigte der Anwalt des SV Würzburg 05, Dr. Reinhart Stumpf, gegenüber dieser Redaktion. Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin „Spiegel“ über die Anschuldigungen berichtet. Von fünf ehemaligen Schwimmerinnen und „zahlreichen weiteren Personen aus dem Schwimmsport in Bayern“ ist in einem Artikel die Rede, die behaupten, Belästigungen oder Übergriffe mit Lurz erlebt oder davon gehört zu haben. Auch von psychischer Manipulation, Mobbing und Vertuschung ist die Rede. Fast jeder vor Ort habe die Vorwürfe gekannt, heißt es weiter, doch niemand sei eingeschritten. Auch Verbände und Institutionen seien informiert gewesen, jedoch nicht eingeschritten. Lurz selbst weist die Anschuldigungen gegen ihn ebenfalls zurück. Er sei dennoch als Bundestrainer im Freiwasserschwimmen zurückgetreten. Dies sei aber keinesfalls ein Schuldeingeständnis. Der Schritt sei vollzogen worden, um die aktiven Schwimmerinnen und Schwimmer zu schützen. Das bestätigte Stumpf. Der Deutsche Schwimm-Verband e.V. erklärte in einer Mitteilung, einen Bericht des „Spiegel“ vorliegen zu haben, in dem schwerwiegende Verdächtigungen des sexuellen Missbrauchs innerhalb des Schwimm-Verbandes erhoben werden. Ein Name wird nicht genannt, es heißt allerdings von Seiten des DSV, man habe die neuen Informationen der Staatsanwaltschaft übergeben und den Verdächtigen beurlaubt. Lurz hatte zuletzt den Medaillennachwuchs in Würzburg trainiert. Es ist nicht das erste Mal, dass Vorwürfe gegen Stefan Lurz erhoben werden. Bereits 2010 hatte die Mutter einer 15-Jährigen den Trainer angezeigt, weil er das Mädchen im Trainingslager in Singapur vergewaltigt haben sollte. Die Ermittlungen wurden Anfang 2011 eingestellt. Im Frühjahr 2019 zeigte dann eine weitere Schwimmerin Lurz wegen an, auch dieses Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt.
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