Im Babymord-Prozess von Gemünden wird heute das Urteil verkündet. Der Oberstaatsanwalt forderte am Freitag eine zwölfjährige Freiheitsstrafe wegen Totschlags für den Angeklagten. Die Verteidigung ging nicht davon aus, dass ihr Mandat das Kleinkind töten hatte wollen, sie forderte sieben Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Der 24-Jährige aus Gemünden soll das Baby seiner Freundin kurz vor Weihnachten 2019 getötet haben. Der acht Monate alte Junge war erstickt und hatte schwere innere Verletzungen im Bauchraum – neben mehreren alten Verletzungen, wie das Gutachten eines Rechtsmediziners ergab. Die 21-jährige Mutter fand den Jungen leblos im Bett. Der Angeklagte habe regelmäßig Drogen genommen - sein Strafverteidiger berief sich aber auch auf die diagnostizierte emotionale Persönlichkeitsstörung seines Mandanten.
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