So viel verdienen die Stars der deutschen Musikszene

Der Musikmarkt scheint unerschöpflich. Ständig erklimmen neue Bands und Solokünstler*innen die Spitze der Charts und die Trends sind so vielzählig wie die Musiker*innen selbst. Doch wo klingeln nicht nur die Ohren, sondern auch die Kasse? Wer verdient am meisten und welches Genre ist am rentabelsten? Eine Infografik von smava.de über die letzten 16 Jahre am deutschen Musikmarkt lüftet nun das Geheimnis um die tatsächlichen Einkünfte der Stars.

Deutsche Künstler stehen hoch im Kurs

Obwohl internationale Chartstürmer auch in Deutschland häufig ihren Weg in die Bestseller-Listen finden, sind im finanziellen Überblick die regionalen Künstler auf den vorderen Plätzen positioniert. Während der Weltstar David Guetta in den Jahren 2001-2016 am deutschen Markt 2.293.245€ verdiente, übertrumpft beispielsweise Herbert Grönemeyer ihn um mehr als das Dreifache. Auf Platz eins steht die Schlagerikone Andrea Berg, die mit rund 11.000.000€ aus den begutachteten Jahren hervorgeht. Zwar könnte man argumentieren, dass David Guetta in Deutschland erst später bekannt wurde, doch selbst Robbie Williams, der bereits seit vielen Jahren zu den bekanntesten Popsängern der Welt zählt, reicht mit lediglich ca. 4.500.000€ nicht mal nahezu an den horrenden Topwert, den Andrea Berg vorlegt, heran. Unter den fünf Topverdienern am deutschen Musikmarkt befinden sich gleich vier Deutsche, erst an fünfter Stelle erscheint die britische Musikerin Adele mit 5.266.260€.

Pop, Rock oder Schlager? Welches Genre fährt die höchsten Summen ein?

Tatsächlich ist Andrea Berg in dieser Statistik keine Ausnahme. Ihre Schlagerkollegin Helene Fischer kann nahezu den gleichen Wert vorweisen. Summiert man die drei höchstverdienenden Künstler*innen einzelner Genre und vergleicht diese Ergebnisse miteinander, entsteht folgender spannende Genrevergleich: Es zeigt sich, dass im Bereich des Schlagers die beiden höchstverdienenden Künstlerinnen agieren, und somit gemessen an den besten Dreien der höchste Umsatz erwirtschaftet wird. Bei den gesamten Einnahmen des Musikmarktes steht der Schlager jedoch weit hinten an. Auf Platz zwei und drei stehen, den vorliegenden und ausgewerteten Daten nach zu Urteil, Pop und Rock, die insgesamt mit knapp 40% und 20% die umsatzstärksten Genre am Markt darstellen. Die Kategorie Dance ohne deutsche Bestverdiener bildet in diesem Vergleich das Schlusslicht.

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